
Autor: Jo Zybell
Verlag: Zaubermond
Seiten: 311
Veröffentlichung: 2000
Jahrzehntelang dominierte die „Perry Rhodan“-Serie unangefochten die deutsche SF-Szene, und jeder Versuch anderer Verlage, eine SF-Reihe auf dem Markt zu etablieren, war über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. 1999 hat Bastei nun im neuesten Anlauf, nach „Rex Corda“, „Commander Scott“ und „Die Terranauten“, mit „Maddrax“ nun eine Serie konzipiert, die völlig anders ist als alles, was bisher in dieser Richtung versucht wurde. „Maddrax“ spielt auf einer Erde, deren Antlitz durch den Einschlag eines Kometen völlig umgestaltet wurde, wobei auch die menschliche Zivilisation untergegangen ist. Jahrhunderte später haben die Überlebenden, deren Nachfahren zumeist in Barbarei zurückgefallen sind, neue kleine Gemeinschaften gegründet. Und es gibt neue Bedrohungen in Form mannigfacher Mutationen, hervorgerufen durch atomare Katastrophen in Folge des Zusammenstoßes. Bei diesen wird der Protagonist Matt Drax durch einen dabei entstandenen Spalt im Zeitgefüge in diese grausame Zukunft mit all ihren Relikten aus seiner Gegenwart geschleudert. Wie er sich dort behauptet und welche Abenteuer er erlebt, das schildert die Romanheftreihe. Was sich aber von der Entdeckung des Kometen bis zum Einschlag auf der Erde in Wissenschaft und Politik getan hat, und wie die einfachen Bürger auf die bevorstehende Katastrophe reagiert haben, das schildert der „Maddrax“-Stammautor Jo Zybell, der auch den ersten Band der Originalreihe verfasst hat, im jetzt bei Zaubermond veröffentlichten Roman „Apokalypse – Der Tod kommt aus dem All“. Es ist ein beklemmendes Buch, bei dem sich Ähnlichkeiten mit anderen Büchern verwandt gelagerter Thematik nicht ganz vermeiden ließen. Zybell aber nutzte die Möglichkeit, der untergehenden Zivilisation einen Spiegel vorzuhalten und die Person Matt Drax näher zu beleuchten, wobei er in Einschüben auch auf die Vorgeschichten von Aruula, Maddrax´ späterer Gefährtin, einging. Für alle Leser der Heftreihe „Maddrax“ ist dieser Vorläuferroman eine gelungene Ergänzung, während er bei Lesern, die sie nicht kennen, sicherlich das Interesse daran wecken wird.