
Autor: Wolfgang Jeschke
Verlag: Droemer
Seiten: 703
Veröffentlichung: 2005
Europa im Jahr 2052: Eine atomare Katastrophe hat große Teile Mitteleuropas radioaktiv verseucht. Trotzdem sind diese Gebiete das Ziel vieler entwurzelter Menschen, die durch Umweltkatastrophen – weite Teile Asiens sind infolge des Klimawandels überflutet – gezwungen sind, ihre bisherige Heimat zu verlassen. In Rom, das zur Geisterstadt verkommen ist, seit der Papst sein Domizil nach Salzburg verlegt hat, ist einer der wenigen Orte, wo noch zivilisierte Zustände herrschen, die Universität. Dort studiert die junge Domenica Ligrina Biologie. Sie bewirbt sich für ein Geheimprojekt des Vatikans und erfährt, als sie sich dafür qualifiziert, zu ihrem Erstaunen, dass man ein in den Grundzügen noch immer nicht ganz verstandenes Verfahren entwickelt hat, Menschen in der Zeit reisen zu lassen. Nach einer längeren Vorbereitungszeit wird sie schließlich ins 15. Jahrhundert zurückgeschickt, um mit dort gesammelten Pflanzenproben und Samen die Flora Mitteleuropas neu aufbauen zu können. Doch im Köln des Kardinals Nicolaus Cusanus werfen die Hexenverfolgungen bereits ihre düsteren Schatten voraus.
Wolfgang Jeschke hat sich nicht nur Meriten als langjähriger erfolgreicher Herausgeber der SF-Reihe bei Heyne erworben, er ist auch ein exzellenter Autor. „Das Cusanus Spiel“ ist dabei ganz zweifellos sein Opus Magnum.