
Autor: Ewald Fehlau
Verlag: Hans Joachim Bernt
Seiten: 190
Veröffentlichung: 2000
Die von Kurt Brand initiierte und konzipierte Weltraum-Saga "Ren Dhark" ist nach "Perry Rhodan" zweifellos die erfolgreichste SF-Serie aus deutschen Landen. Sie lief zwar nur über 98 Hefte und sechs Taschenbücher, aber sie schaffte es, wie der "Erbe des Universums", sich auch als Buch-Neuedition auf dem Markt zu behaupten. Und zwar so erfolgreich, dass einerseits die Originalserie mit einer neuen Buchreihe weitergeführt wird und andererseits regelmäßig neue, zumeist in sich abgeschlossene Titel in einer eigenen Buchedition erscheinen. Letztere hat es mittlerweile schon auf sechs Titel gebracht. "Countdown zur Apokalypse" von Ewald Fehlau setzt die im vorhergegangenen Roman begonnene Handlung nahtlos und konsequent fort. Im Sommer 2057 wird Terra von äußeren und inneren Feinden bedroht: Von Außen durch die menschenähnlichen Tel, die ihres Aussehens wegen "Schwarze Weiße" genannt werden, und von Innen her von nicht umgeschalteten Robonen und Verrätern, die die Abwesenheit Ren Dharks dazu benutzen wollen, die Macht an sich zu reißen. Die Lage eskaliert, als eingesickerte Tel-Agenten sich mit den inneren Feinden der von Dhark geführten Weltregierung verbünden und diesen zwei Vario-Bomben überlassen, die die Kapazität haben, die Erde zu vernichten. Als zwei Führungskräfte der Tel, die aus moralischen Gründen den geplanten Genozid an der Menschheit verhindern wollen, Dharks Anhänger im Generalstab der Flotte über die drohende Gefahr informieren, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, um sowohl die Bomben zu finden und zu entschärfen, als auch die Verräter zu entlarven und unschädlich zu machen und die bewaffneten Terroristen zu stellen, die eine Kompanie Raumsoldaten in eine Falle gelockt, ermordet und in deren Uniformen Gräueltaten an Einheimischen begangen haben. Ewald Fehlau hat mit diesem und dem Vorläuferband "Der Todesbefehl" zwei überaus spannende und packende Geschichten von der Nebenfront Terra geschrieben, die nicht nur bekannte Figuren der Heftserie präsentieren und neue Charaktere vorstellen, sondern auch einige Einblicke bieten, wie sich der schwarze Kontinent in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln könnte. Alles in allem überzeugend, in sich stimmig und logisch, ein neues interessantes Mosaiksteinchen im bunten Bild des immer komplexer werdenden Ren-Dhark-Universums.