
Originaltitel: Chasm City
Autor: Alastair Reynolds
Verlag: Heyne SF
Seiten: 829
Veröffentlichung: 2003
Tanner Mirabell ist als Waffenspezialist und Bodyguard ein Ass. Als es eines Tages jemand schafft, seinen Brötchengeber und dessen Frau zu töten, verlangt es sein Ehrenkodex, den Mörder zur Strecke zu bringen. Und so beginnt eine unerbittliche Jagd auf seinen Erzfeind Reivich, die Jäger und Gejagten von der Welt Sky’s Edge nach Chasm City auf den Planeten Yellowstone führt, einen giftigen Schmelztiegel, in dem eine Nanopest aus einer hoch entwickelten Gesellschaft etwas Bizarres, Düsteres und extrem Gefährliches gemacht hat. Der Virus hat nicht nur die Technik und Gebäude, sondern auch die Menschen selbst angegriffen und eine Mutation ausgelöst. Während der Verfolgung wird Mirabell mehr und mehr von Träumen heimgesucht, in denen er die Geschichte des legendären Sky Haussmann, Verräter und Messias in einem, erfährt. Und während der Jäger sich selbst in dieser unheimlichen Umgebung behaupten muss und dabei das düstere Geheimnis des Traumfeuers enthüllt, das der gelangweilten Aristokratie von Chasm City die Unsterblichkeit verleiht, beginnt er sich zu fragen, inwieweit er sich seiner eigenen Motive und Erinnerungen, ja sogar seiner Identität sicher sein kann.
Mit „Revelation Space“ (dt.: „Unendlichkeit“, ebenfalls Heyne) hat Reynolds bereits ein fulminantes Debüt abgelegt. Sein zweiter SF-Roman „Chasm City“ spielt im gleichen düsteren Universum und steht dem Erstling um nichts nach! Brillant!