Space-View Buchguide: Cryptonomicon

Cryptonomicon

Cryptonomicon

Fakten

Originaltitel: Cryptonomicon
Autor: Neal Stephenson
Verlag: Manhattan bei Goldmann
Seiten: 1181
Veröffentlichung: 2001

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Kurzübersicht

Während des Zweiten Weltkriegs ist der Mathematiker Lawrence Waterhouse Mitglied eines Sonderkommandos, dessen Aufgabe darin besteht, die Achsenmächte darüber zu täuschen, dass die Alliierten den Enigma-Code geknackt haben. Gemeinsam mit Alan Turing, dem späteren Erfinder des Computers, gelingt es dem Kryptopraphen, alle Verschlüsselungsmethoden des Feindes zu knacken. Nur der „Arethusa“-Code, der besonders brisante Informationen zu verschlüsseln scheint, bleibt für sie ein unlösbares Rätsel. Mehr als ein halbes Jahrhundert später verfolgt der Enkel des mathematischen Genies große Pläne. Gemeinsam mit seinem Freund Avi Halaby will er auf der Insel einen Datenhafen errichten, der weltweit freie Informationsflüsse ermöglichen soll. Da stößt er im Zuge von Erbstreitigkeiten auf eine Kiste mit verschlüsselten Informationen, die sein Großvater hinterlassen hat.

Review

Neal Stephenson, Jahrgang 1959, gehört nicht nur zu den Shooting Stars der Science-Fiction, sondern des amerikanischen Literaturbetriebs überhaupt. „Cryptonomicon“ (1999) ist sein dritter SF-Roman. Daneben veröffentlichte er noch Thriller wie „Zodiac“ (dt. „Volles Rohr“) und „Interface“, die ebenfalls SF-Elemente enthalten. Sein erster SF-Roman, „Snow Crash“, erschien 1992 und präsentiert eine nahe Zukunft, in der das organisierte Verbrechen in weite Bereiche der Gesellschaft vorgedrungen ist und die nationale Verteidigung von Sicherheitsfirmen wahrgenommen wird. 1996 folgte „Diamond Age“, in dem es um die Zukunft des Buches in einer neo-viktorianischen Welt geht, in der die Nanotechnik eine wichtige Rolle spielt. Für diesen Ausflug in eine phantastische Zukunft wurde Stephenson der Hugo Award verliehen. Sein jüngstes SF-Epos stieß in den englischsprachigen Ländern auf einhellige Begeisterung bei Kritik und Lesern. Publishers Weekly bezeichnete es als „das aufwändigste literarische Projekt der Jahrtausendwende – und darüber hinaus.“

Bewertung: 5 Sterne

geschrieben von: Hermann Urbanek