
Originaltitel: More than human
Autor: Theodore Sturgeon
Verlag: Argument
Seiten: 255
Veröffentlichung: 2001
Es gibt Romane, die sind zeitlose Klassiker, die auch Jahre und Jahrzehnte nach ihrer Entstehung so aktuell und frisch wirken, als wären sie erst vor kurzem auf den Markt gekommen. Auch in der SF gibt es solche Meilensteine, man denke nur an „Dune“ (dt. „Der Wüstenplanet“) von Frank Herbert, „Childhood´s End“ (dt. „Die letzte Generation“) von Arthur C. Clarke, „The Stars My Destination“ (dt. „Der brennende Mann“) oder „The Foundation Trilogy“ (dt.: „Foundation“) von Isaac Asimov, um nur einige zu nennen. Und auch „More Than Human“ gehört dazu, das Meisterwerk von Theodore Sturgeon.
„Die ersten ihrer Art“ ist ein Episodenroman, der aus drei Teilen besteht. Im ersten Teil bringt der schwachsinnige Lein (im Original: Lorne), der ganz alleine im Wald lebt wie ein Tier, einige ebenfalls von der Natur und Umwelt benachteiligte Kinder zusammen, die aber über spezielle Gaben verfügen: die sprachgestörten Negerzwillinge Bonnie und Beanie, die über die Gabe der Teleportation verfügen, und die ungezogene Janie, die die Telekinese beherrscht. Wie sie ihre Fähigkeiten besser beherrschen können, das erkennen sie, als der mongoloide „Baby“ sich der Gruppe anschließt und durch seine Geisteskräfte aus der Gruppe eine Einheit bildet. Der zweite Teil spielt einige Jahre später. Der Telepath Garry ist der neue Kopf der Gruppe, die jetzt einen Organismus bildet. Im letzten Teil stehen die Mitglieder der Gruppe an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sie ist jetzt komplett und stellt mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten ein erwachsenes Mitglied des „Homo Gestalt“ dar, einer neuen unsterblichen Menschenart.
Sturgeons Meisterwerk, das zuvor nur gekürzt als „Die neue Macht der Welt“ erhältlich war, liegt jetzt erstmals komplett auf Deutsch vor. Der Roman, der zu den besten Werken der modernen SF zählt, wurde 1954 mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet.