
Originaltitel: The Color out of Time
Autor: Michael Shea
Verlag: Festa
Seiten: 174
Veröffentlichung: 2004
Die beiden Männer, die Mitte der 80er Jahre beschließen, ihren Sommerurlaub an einem ungenannt bleibenden Stausee in Neuengland zu verbringen, stehen bereits im Herbst ihres Lebens, sind aber, trotz ihres Alters von 59 bzw. knapp über 70 Jahren und einer akademischen Laufbahn, kräftige Naturen und vor allem eingefleischte Schwimmer mit Taucherfahrung. Da sie sich abseits von den anderen Campern halten, weil sie die Natur genießen wollen, fallen ihnen bald einige Besonderheiten auf, die ihnen unerklärlich sind, in erster Linie eine ungewöhnliche Färbung des Wassers und unnatürlich große Insekten in dessen Ufergebiet. Erst als ein mysteriöser Todesfall passiert, erfahren die beiden, was vor Jahrzehnten in dem Dorf geschehen ist, das jetzt vom Wasser des Stausees bedeckt ist – und von der Gefahr, die unter der Oberfläche lauert.
Michael Shea, auch bei uns durch seine Fantasy-Geschichten um „Nifft the Lean“ (dt.: „Die Reise durch die Unterwelt“ und „Fischzug im Dämonenmeer“) bekannt – für die er den World Fantasy Award erhielt –, schrieb mit dem vorliegenden Roman eine eigenständige Fortsetzung zur Novelle „The Colour out of Space“, eine der besten Erzählungen von Horror-Großmeister H. P. Lovecraft. Die beklemmende Stimmung und unheimliche Atmosphäre machen dieses vor zwei Jahrzehnten entstandene Werk zu einem der besten neueren Beiträge zum „Cthulhu“-Mythos.