
Autor: Frank Schweizer
Verlag: Otherworld
Seiten: 181
Veröffentlichung: 2007
Max Merkur hat gerade sein Diplom zum Magister der Philosophie erhalten, da geschieht etwas Unerwartetes: Das Ende der Welt ist da! Und Max Merkur findet sich urplötzlich in der Abfertigungshalle des katholischen Himmelsbahnhofs wieder, wo über ihn gerichtet werden soll. Dort wird er von einem Unbekannten angesprochen, der sich als waschechter Teufel mit Hörnern, Bocksfüßen und allem, was sonst noch dazu gehört, entpuppt. Er ersucht Max im Namen seiner Vorgesetzten, denen der Weltuntergang zu diesem Zeitpunkt höchst ungelegen kommt, um Hilfe bei einer delikaten Mission. Er soll eine Reise durch Raum und Zeit zu den bedeutendsten Philosophen der Menschheit antreten, um von ihnen den Sinn des Lebens zu erfahren. Denn nur dadurch kann das Ende der Welt rückgängig gemacht werden.
Es ist wirklich erstaunlich, welche originellen und zugleich lustigen Ideen Frank Schweizer in diesem Buch vereint hat. Zuerst erlebt der Leser diesen irrwitzigen, metaphysischen Weltuntergang mit einem gewaltigen Riss am Himmel und dann die darauf folgenden Posaunenklänge, die das Jüngste Gericht ankündigen. Außerdem gibt es die witzigen Einschübe, welche die Geschichte der Hölle und ihrer nicht unsympathischen Bewohner erzählen. Besonders gelungen ist auch die Idee mit den Apparaten des Jüngsten Gerichts, die zeigen, dass sich auch der Himmel heutzutage moderner Methoden bedient. Und schließlich darf man noch den köstlichen Gesprächen der Philosophen aller Zeitalter über den Sinn des Lebens lauschen! Humorvolle Fantasy ist selten – wirklich lustige und gute sogar noch rarer. Was Holt, Rankin und Pratchett für den angloamerikanischen Raum sind, das ist Frank Schweizer für den deutschsprachigen. Sein Romandebüt „Grendl“ ist ein buntes Feuerwerk aus Spannung, Witz, Originalität und phantastischen Ideen – humorvolle, literarisch herausragende Fantasy par excellence!