
Autor: Patrick J. Grieser
Verlag: Basilisk
Seiten: 611
Veröffentlichung: 2001
Vor ewigen Zeiten hatten die Götter den Menschen verboten, durch den Äther zu anderen Welten zu reisen, deshalb versperrten sie die Verbindungstore und Zugänge durch magische Weltensiegel. Doch die mächtigsten Magier Audrias hatten sich nicht an dieses Verbot gehalten und in ihrer Unachtsamkeit die Chaosgötter auf sich aufmerksam gemacht. Lediglich einer der frühen Adepten, Banesh Karrek, widerstand den Verlockungen des Bösen, und er brachte das Taermon an sich, einen mächtigen Talisman und eine Waffe gegen das Chaos. Das Weltentor wurde wieder verschlossen und fortan von Kadepten bewacht, die jeder Schwächung des Weltensiegels sofort entgegenwirken sollten. Als nach Jahrhunderten der Ruhe die Siegel plötzlich schwächer werden, gelingt es den anwesenden Kadepten aber nicht, das zu korrigieren. Der zur Hilfe eilende junge Ternce tel`Ana ist dann auch der Einzige, der dem darauf folgenden Gemetzel entrinnt, das von einem zum Chaos übergelaufenen hochrangigen Kadepten, der in den Besitz des Taermons gelangt ist, und der von ihm befehligten Orktruppe angerichtet wird. Audria scheint dem Untergang geweiht. Da erhält Terence im Traum Kontakt mit dem vor Jahrhunderten im Äther verschollenen Banesh Kerrek. Er übermittelt ihm einen Zauberspruch, mit dem die Zeit zurückgedreht werden kann. Crispin, dem mächtigsten noch überlebenden Magier, gelingt der Spruch, und zusammen mit drei wagemutigen Kämpen versuchen die beiden, den Überläufer zu stoppen, bevor er in der Stadt Paran in den Besitz des Taermons gelangt. Doch dort wartet ein noch gefährlicher Gegner auf sie. Ihre Queste führt die kleine Gruppe weiter in die Grenzländer und schließlich ins Königreich der Elfen, wo sich das Schicksal Audrias entscheidet.
Hintergrund und Charaktere sind gut entwickelt und gezeichnet, der Handlungsverlauf ist spannend und wartet mit etlichen Überraschungen auf. Auch die Aufmachung ist gelungen und vom Optischen her kann man fast nicht glauben, dass es sich um die erste Veröffentlichung eines Kleinverlags handelt. Lediglich an seinem Stil muss der Autor noch feilen, der Lesefluss ist oft empfindlich gestört. Aber das ist nichts, was ein ordentliches Lektorat nicht hinkriegen könnte.