Space-View Buchguide: Jägerwelten

Jägerwelten

Jägerwelten

Fakten

Autor: Ulrike Nolte
Verlag: Ariadne SF Social Fantasies
Seiten: 309
Veröffentlichung: 2000

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Kurzübersicht

Er befindet sich mitten in der wichtigsten Prüfung seines bisherigen Lebens, einer Jagd unter starr festgelegten Regeln, da wird er von den fremden Besuchern von einem anderen Planeten, die ihn für ein intelligenzloses Tier halten, gelähmt und findet sich als Gefangener auf einem Raumschiff wieder, das Kurs auf die Erde genommen hat. Doch die beiden Forscher, die den Schatten, wie sie den Außerirdischen seines Aussehens wegen nennen, an Bord geholt haben, liefern den über die Gabe der Telepathie und Schwerkraftneutralisierung verfügenden Außerirdischen nicht bei den Behörden ab, sondern schmuggeln ihn heimlich von Bord. Sie wissen nicht, dass sie als Angehörige der Jerusalemiten-Sekte der diktatorischen Erdregierung ein Dorn im Auge sind und von einem Agenten eliminiert werden sollen. Und als der Attentäter schließlich zuschlägt, wird Schatten zum Retter in letzter Sekunde. Er begleitet sie zum Domizil der Jerusalemiten, lernt das gefährliche Milieu der von blutigen Bandenkriegen zerrissenen Bezirke der Großstadt kennen, schafft in diesem auf Großfamilien basierenden Gesellschaftssystem ebenso Telepathie und Gleitflug beherrschende Gruppen und ändert so die bestehenden Machtverhältnisse.

Review

„Jägerwelten“ ist der erste Roman von Ulrike Nolte, die zuvor nur Kurzgeschichten in Zeitschriften publiziert hat, wie „Die Gehirndörfer“ in „Alien Contact“. Es ist ein beeindruckender Debütroman geworden, mit interessanten Charakteren, einem detailreich ausgebauten, in sich logischen Hintergrund, überaus spannend und höchst innovativ. Die Autorin hat sogar neue Worte für diese komplexe Zukunftswelt kreiert, was ihr zusätzlichen Realismus verleiht, es andererseits aber unmöglich macht, den Roman so nebenbei zu lesen. Trotzdem wäre es schön, wenn es von dieser Sorte SF mehr zu lesen gäbe.

Bewertung: 4 Sterne

geschrieben von: Hermann Urbanek