
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Basilisk
Seiten: 174
Veröffentlichung: 2003
Die Stadt Wien, in der der jüdische Privatdetektiv Jakob Rubinstein versucht, sich seine täglichen Brötchen zu verdienen, ist ein unheimlicher Ort, an dem es vor düsteren Geheimnissen nur so wimmelt. Er selbst ist kein Held im eigentlichen Sinn des Wortes, denn er hat einen Hang zu Großmäuligkeit und Fresssucht, wobei er nicht koschere Speisen bevorzugt, und eine Schusswaffenphobie. Doch das Team, das ihn bei seiner Arbeit unterstützt – seine Sekretärin Rita Biedermann, die neben freundlichem Auftreten auch Kompetenz zu bieten hat, seine Schwester Rachel, die streng orthodox ist und über Connections zur High Society verfügt, und der homosexuelle Kolumnist Nicolas Gazzetti – steht ihm jederzeit hilfreich zur Seite. Und Hilfe kann Rubinstein immer brauchen, wird er doch laufend mit außergewöhnlichen Ereignissen konfrontiert, die einen Einzelkämpfer überfordern würden. Dazu kommt, dass sein Erzfeind, Innenminister Rohrschach, ihm immer wieder Knüppel in den Weg wirft.
Der österreichische Autor Andreas Gruber legte mit „Jakob Rubinstein“, dem dritten Buch nach „Der fünfte Erzengel“ und „Die letzte Fahrt der Enora Time“, fünf Phantastik-Krimis voll Witz und Esprit vor. Dass die Geschichten auf für den Autor vertrautem Terrain spielen, trägt viel zu Authentizität und Atmosphäre bei. Gruber hat sich bislang von Buch zu Buch gesteigert, man kann also auch schon auf das nächste – den Lovecraft-Roman „Der Judas-Schrein“ – gespannt sein.