
Autor: Jörg Kastner
Verlag: List
Seiten: 442
Veröffentlichung: 2001
Die junge Sängerin Pamela befindet sich zum ersten Mal in Wien, das ihr auf unbestimmte Weise vertraut vorkommt, wo sie die Pamina in einer historisch genauen Inszenierung der „Zauberflöte“ singen soll. Während einer Probe wird sie plötzlich von einem Schwindel erfasst und findet sich im Wien des 18. Jahrhunderts als Luise Heusler, eine mittellose Putzmacherin, wieder. Zufällig lernt sie Mozart kennen und erfährt im Laufe der Bekanntschaft, dass der Meister offenbar in eine Verschwörung verstrickt ist, die etwas mit seinem neuesten Werk zu tun hat. Als sie versucht, Näheres herauszufinden, gerät sie in die mysteriösen Umtriebe zahlreicher Geheimbünde wie Freimaurer und Illuminaten und findet sich plötzlich im Zentrum einer Jahrtausende alten Verschwörung. Ihr wird klar, wenn sie wieder in ihre eigene Zeit zurückkehren will, dann muss sie das Geheimnis der „Zauberflöte“ lüften.
Spätestens seit Kai Meyer mit seinen historischen Romanen wie „Die Geisterseher“ oder „Der Engelspakt“ damit begonnen hat, geschichtliche Persönlichkeiten mit phantastischen Begebenheiten zu verbinden, hat sich daraus ein eigenes Subgenre entwickelt. Jörg Kastner ist einer der spektakulärsten Autoren solcher historisch-phantastischen Romane, der die geschichtlichen Epochen, in denen er seine Romane spielen lässt, genau recherchiert und überdies ein ganz hervorragender Erzähler ist, der aus Fakt und Fiction ein spannendes Garn zu spinnen versteht, bei dem man sich immer wieder fragt, was denn nun geschichtlich verbürgt ist und was nicht. Ähnlich ergeht es den Lesern auch in seinen früheren Romanen wie „Die Flügel des Poseidon“, „Im Schatten von Notre-Dame“ und „Der Engelspalast“.