Originaltitel: Hominids. Volume One of the Neanderthal Parallax
Autor: Robert J. Sawyer
Verlag: Festa SF
Seiten: 396
Veröffentlichung: 2005
Die Wissenschaftler im Neutrino-Observatorium in Sudbury in Kanada staunen nicht schlecht, als in ihrem Detektorraum plötzlich ein Fremder im Tank mit dem schweren Wasser materialisiert und zu ertrinken droht. Die Sprachbarriere ist dank eines Implantats, das der Neuankömmling in seinem Innenohr trägt, schnell überwunden, und die Überraschung ist perfekt: Der Besucher ist ein Quantenphysiker namens Ponter Boddit und stammt aus einer Parallelwelt, in der die Neanderthaler den Platz einnehmen, den auf unserer Welt der Homo sapiens innehat, und die eine völlig anders geartete Zivilisation entwickelt haben. So ist die Sprachbarriere eine Kleinigkeit gegen die kulturellen Gegensätze, die sich aus der völlig anderen Sichtweise im Umgang mit Themen wie Sexualität oder Religion ergeben.
Der Kanadier Robert J. Sawyer gehört zu den erfolgreichsten modernen SF-Autoren. Die meisten seiner mittlerweile 17 SF-Titel wurden mit den wichtigsten Genre-Preisen ausgezeichnet. So erhielt der vorliegende Startband der „Neanderthal“-Trilogie den Hugo Award 2003. Bislang wurde Sawyer in Deutschland sehr stiefmütterlich behandelt, außer „Die dritte Simulation“ (1997) liegt kein weiterer Roman von ihm vor. Festa hat sich vorgenommen, Sawyer auch bei uns den Platz einzuräumen, der ihm gebührt. Als nächstes folgen hier die „Neanderthal“-Romane „Humans“ und „Hybrids“.