
Autor: Thomas R. P. Mielke
Verlag: Rütten & Loening
Seiten: 736
Veröffentlichung: 2002
Science Fiction
Der „Orlando furioso“ (d. h. „Rasender Roland“) des florentinischen Komödiendichters Emilio Ludovico Ariosto gehört zu den ganz großen Meisterdichtungen des Mittelalters. Es ist ein Romanepos, in dem sich unzählige historische Handlungsfäden von der Antike bis zur Renaissance, aber auch Sagen und Legenden vieler Mythologien wiederfinden. Erzählt wird dabei vor dem Hintergrund des Kampfes von Karl dem Großen gegen die Sarazenen die Geschichte des unverwundbaren Ritters Orlando, der, von der unerwiderten Liebe zur wunderschönen chinesischen Prinzessin Angelica geblendet, seinen Kaiser im Stich lässt und schließlich dem Wahnsinn verfällt, als sie sich einem anderen hingibt. Mit Hilfe des englischen Prinzen Astolf vom Mond überwindet er seinen Wahnsinn und erringt gemeinsam mit seinen treuen Rittern beim alles entscheidenden Kampf gegen Agramant, den König der Sarazenen, endgültig den Sieg.
Thomas R. P. Mielke, einer der profiliertesten Autoren historischer Romane in Deutschland, hat diesen 500 Jahre alten Stoff neu entdeckt und daraus eine deutsche Romanversion verfasst, die schlichtweg brillant ist. Er schafft es mühelos, die zahlreichen Nebenhandlungen zu integrieren und entwirft das opulente Bild eines fiktiven Mittelalters, wie Fantasy-Leser es lieben: mit ehrenvollen Rittern, schönen Jungfrauen, Feen, Zauberern, Ungeheuern und großen Schlachten. Kein Zweifel, mit „Orlando furioso“ ist Mielke ein weiterer großer Wurf gelungen!