
Autor: Achim Mehnert
Verlag: Fantasy Productions
Seiten: 303
Veröffentlichung: 2007
Fantasy
Im 32. Jahrhundert irdischer Zeitrechnung ist die Milchstraße ein gefährliches Pflaster. Zahlreiche Machtgruppierungen ringen um die Erweiterung ihres Einflussgebietes. In diesen turbulenten Zeiten ist die von Lordadmiral Atlan geleitete United Stars Organisation ein wichtiger Stabilisierungsfaktor. Sie versucht als „Galaktische Feuerwehr“ an allen lokalen Brennpunkten die Lage so zu entschärfen, dass sich kein vernichtender Flächenbrand entwickeln kann. Atlan greift in der Regel nur dann persönlich ein, wenn höchste Gefahr droht. Und das ist der Fall, als seltsame Signale empfangen werden, die von einem der bislang noch nicht entdeckten Zellaktivatoren stammen. Aber er ist nicht der Einzige, der das erkannt hat. Zwei USO-Agenten können der Versuchung des ewigen Lebens nicht widerstehen und werden zu Verrätern. Atlan geht in den Einsatz und trifft dabei auf eine stahlharte Kämpferin, die über erstaunliche Fähigkeiten verfügt.
Achim Mehnert hat das Problem, im Anfangsband der Rudyn-Trilogie das Feld für die kommenden Romane vorbereiten zu müssen, bravourös gemeistert. Besonders positiv hervorzuheben ist, wie einfühlsam er die Geschichte der PSI-Kämpferin Trilith Okt, einer Außenseiterin, die sich ihren Platz in der Welt mühsam erkämpfen muss, erzählt. Speziell die Schilderung Triliths ist beeindruckend. Durch ihr fremdartiges Aussehen ist sie der Willkür der Erwachsenen ausgeliefert – als Kind und heranwachsende Jugendliche auf einem Piratenschiff, wo sie sich als einziges weibliches Wesen an Bord der brutalen Mannschaft gegenüber behaupten muss. Unterhaltsam zu lesen ist auch, wie Mehnert als echter Kölscher Jung eigene Erfahrungen während der Fastnacht einbaute und auf diese Weise Humor und Witz in die spannenden Geschehnisse einfließen ließ. „Die PSI-Kämpferin“ ist ein überaus gelungener, rasanter Auftakt, der auf die Folgebände neugierig macht.