
Autor: Heide Solveig Göttner
Verlag: Piper
Seiten: 431
Veröffentlichung: 2006
In der wehrhaften Stadt Caláxi lebt die schöne Amra, die über die mystische Gabe verfügt, tief ins Innere ihrer Mitmenschen zu blicken. Sie ist die Dienerin des schakalköpfigen Totengottes Antiles und ihre Aufgabe besteht darin, die Sterbenden auf ihrem Weg ins Jenseits zu begleiten. Eines Tages trifft sie auf ein rätselhaftes Mädchen, dessen türkisfarbene Augen auf ihre Abstammung von den Göttern hinweisen, und nimmt sich seiner an. Tatsächlich ist Lillia das Verlorene Kind der Prophezeiung, ein Wesen mit gottgleichen Fähigkeiten, das sowohl über die Elemente als auch über die Zeit gebietet und das Ende der Zeit bringen soll. Als sie die Bewohner Caláxis vor einer verheerenden Katastrophe warnt, wird ihr zunächst kein Glauben geschenkt. Doch als sie dann in Form eines vernichtenden Erdbebens tatsächlich eintritt und die stolzen Türme in Schutt und Asche fallen, wird dem jungen Mädchen die Schuld daran gegeben. Aber mit Hilfe von Amra gelingt die Flucht in die Wüste, wo neue Gefahren auf die beiden Frauen lauern.
Piper hat offensichtlich eine glückliche Hand mit neuen Talenten, denn Heide Solveig Göttner ist zweifellos die Fantasy-Entdeckung des Jahres. Ihr Debütroman „Die Priesterin der Türme“, der Startband der Trilogie „Die Insel der Stürme“, ist ein farbenprächtiges und spannendes Fantasy-Epos, das dichter, komplexer und überzeugender ist als so manche Werke prominenter Angloamerikaner!