Space-View Buchguide: Der Rabenritter

Rabenritter, Der

Der Rabenritter

Fakten

Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Carl Ueberreuter
Seiten: 301
Veröffentlichung: 2000

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Review

Wenn man sich ansieht, wie viele Titel Wolfgang Hohlbein so Jahr für Jahr auf den Markt wirft, und zwar Kinder- und Jugendbücher ebenso wie Erwachsenenliteratur, so muss man sich allen Ernstes fragen, wie er dieses gewaltige Pensum überhaupt schafft. Nun, beim vorliegenden jüngsten Roman, der in seinem Hausverlag Ueberreuter unter dem Titel "Der Rabenritter" erschienen ist, hatte der erfolgreichste deutsche Fantasy-Autor nicht viel zu tun. Es handelt sich dabei nämlich um die Neuausgabe des 1986 unter dem Pseudonym Wolfgang Eschenloh veröffentlichten Romans "Wolfsnebel", dem ersten Band des zweiteiligen Zyklus "Der Weiße Ritter": die spannende Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Gauklerjungen und einem geheimnisvollen Ritter. Der Waisenjunge Tibor, der sich in einer Gauklertruppe seinen Lebensunterhalt erarbeitet, bekommt Kenntnis davon, dass dem jungen Ritter Wolf von Rabenfels, der erst kürzlich in den Ort, in dem der Zirkus seine Vorstellung gibt, gekommen ist, Gefahr droht. Er warnt ihn und muss gemeinsam mit diesem vor Wolffs Gegnern flüchten, die von einem unheimlichen Riesen namens Resnec angeführt werden. Nach und nach enthüllt ihm der junge Ritter seine Geheimnisse: Wolff kommt aus einer anderen Welt, in der Resnec, ein Zauberer mit fast unbegrenzten Kräften, die Macht an sich gerissen hat und jetzt vorhat, auch Tibors Welt zu erobern. Doch ist Resnec überhaupt noch aufzuhalten? Tibor und Wolff wechseln in die andere Welt über, wo es in Resnecs Feste zum großen Showdown kommt. Auch dieses spannende Frühwerk ist reich an phantastischen Ideen und überraschenden Wendungen. Interessanterweise hat man darauf verzichtet, die beiden Bände des Zyklus zu einem zusammenzufassen, wie man es schon bei "Die Nacht der Drachen" gemacht hat, der die unter dem Pseudonym Michael Marks erschienenen Romane "Das Drachenkind" und "Das Felsenvolk" enthielt. So musste, um 300 Seiten zu füllen, eine Schriftgröße gewählt werden, die auch Halbblinden keinerlei Schwierigkeiten beim Lesen bereiten dürfte. Und das wird vermutlich auch für den zweiten Roman, der ursprünglich unter dem Titel "Schattentanz" erschienen ist, gelten.

Bewertung: 3 Sterne

geschrieben von: HEEL Verlag GmbH