
Originaltitel: Echoes of Honor
Autor: David Weber
Verlag: Bastei TB
Seiten: 986
Veröffentlichung: 2001
Admiral Honor Harrington von den Raumstreitkräften des Sternenkönigreichs von Manticore ist nach acht Kriegsjahren in Gefangenschaft der Volksrepublik Haven geraten und vom Volksgericht zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Doch während die havenische Propaganda Harringtons Exekution über alle Sender ausstrahlen lässt, ist diese aus der Gefangenschaft geflohen und mit einigen Schicksalsgefährten auf Hades gestrandet. Dies ist eine Gefängniswelt, die von allen, die darauf verbannt werden, nur Hell genannt wird. In der Zwischenzeit geht der Krieg mit unverminderter Heftigkeit und Brutalität weiter. Honor findet schließlich einen Weg, nicht nur ihre kleine Gruppe, sondern auch die zumeist politischen Sträflinge von Hell wegzubringen. Aber es ist ein überaus gefährlicher Plan, dessen Erfolgschancen nur minimal sind.
Zu den erfolgreichsten Subgenres der SF gehört in den USA die military sf, in der es in erster Linie um Kriege in der näheren und ferneren Zukunft geht. In Deutschland ist sie nahezu unbekannt, vielleicht weil die meisten Verlage fürchten, damit ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. Zudem sind wirklich intelligent gemachte Kriegs-SF-Romane ziemlich rar. Lediglich der Kleinverlag mg publiziert Achim Hiltrop mit seinem „Clou Gallagher“ und Bastei hat David Weber im Programm, der mit Honor Harrington eine überaus sympathische und überzeugende Figur geschaffen hat, die sich auch hier zu Lande größter Beliebtheit erfreut. „Der Stolz der Flotte“ ist der bislang achte Roman der spannenden Reihe, zudem liegt noch eine Anthologie vor, in der auch andere Autoren einen Beitrag zu dieser martialischen Zukunft lieferten. Weber sorgt dabei in allen Bänden für Action, Spannung und Drama und vermeidet eindimensionale Beschreibungen, da er stets beide Seiten zu Wort kommen lässt.