
Originaltitel: Pathways
Autor: Jeri Taylor
Verlag: Heyne
Seiten: 648
Veröffentlichung: 2002
Während sich Captain Janeway auf eine heikle diplomatische Mission begibt, um die Passage der Voyager durch eine als gefährlich geltende Zone zu sichern, benutzt ein Teil der Crew die Möglichkeit, auf einem nahe gelegenen Planeten den Proviant zu ergänzen und auszuspannen. Doch was als gemütliche Ablenkung und Erholung gedacht war, endet in einem Fiasko: Das gesamte Außenteam, darunter auch Tom Paris, Chakotai, Tuvok und Neelix, wird von den kriegerischen Subu überwältigt und in ein verseuchtes Kriegsgefangenenlager auf einem anderen Planeten gesteckt, aus dem aus eigenen Kräften kein Entkommen möglich ist. Um ihre Moral aufrecht zu erhalten und die Monotonie des Lagerlebens zu bekämpfen, beschließen sie ein lebensrettendes allabendliches Ritual: Jeder der Gefangenen erzählt von den verschlungenen Pfaden, de ihn schließlich an Bord der Voyager geführt haben. Und während sie ihre Lebensgeschichten im Stile der „Canterbury Tales“ zum Besten geben, sucht Captain Janeway nach einer Möglichkeit, trotz militärischer Unterlegenheit ihre Leute aus der Gewalt der Subu zu befreien.
Jeri Taylor, als Co-Creator natürlich mit den Charakteren bestens vertraut, präsentiert hier die ungewöhnlichen „Schicksalspfade“ der prominenten Crew-Mitglieder und zeigt sie aus einem anderen Blickwinkel heraus. Nachdem zum einen die Voyager wieder in den heimatlichen Alpha-Quadranten zurückgekehrt ist und zum anderen Heyne sein „Star Trek“-Taschenbuchprogramm drastisch reduziert hat, dürfte das der letzte Roman zur vierten „Star Trek“-Reihe gewesen sein – obwohl noch einige der Übersetzung harren. Eigentlich schade.