
Originaltitel: Stardust
Autor: Neil Gaiman
Verlag: Heyne
Seiten: 254
Veröffentlichung: 2000
Die kleine Ortschaft Wall im Südosten von England ist in seiner Art einmalig auf der ganzen Welt: Sie liegt nämlich direkt an der Mauer zum Feenland, zu dem es auch einen – von den Dorfbewohnern rund um die Uhr bewachten – Eingang ins Feenland gibt. Nur alle sieben Jahre wird für ein Wochenende ein Jahrmarkt abgehalten, an dem Menschen von nah und fern in Wall eintreffen, um von den Bewohnern des Feenlands ihre ganz speziellen Waren zu kaufen oder mit ihnen zu tauschen. Das ist seit Jahrhunderten so Brauch, und auch zur Regentschaft von Königin Viktoria, in der Neil Gaimans neuestes Fantasy-Meisterwerk spielt. Tristran Thorn ist ein Träumer und, was er nicht weiß, das „Produkt“ einer Liebesbeziehung zwischen einem Menschen und einer Frau aus dem Elfenland, gezeugt während eines Markttages und von seiner Mutter nach der Geburt bei seinem Vater deponiert. Tristran ist nicht nur ein Träumer, er ist auch verliebt – in die schöne Veronika, die ihn nicht erhören will. Schließlich willigt sie ein, ihm seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, wenn es ihm gelingt, ihr den Stern zu bringen, der während ihres Gesprächs im Gebiet weit jenseits der Mauer auf die Erde gefallen ist. Tristran macht sich sofort auf die Suche ins Feenland und erlebt dort das Abenteuer seines Lebens. Denn im Feenreich ist der Stern kein unbelebter Stein, sondern ein bezauberndes Mädchen, und hinter dem sind aus unterschiedlichsten Gründen nicht nur der verliebte junge Mann, sondern auch etliche finstere Gestalten her.
Neil Gaiman ist einer der herausragenden Comic-Scripter dieser Tage, und noch dazu ein phantasievoller und ideenreicher Romanautor – das hat er mit „Niemalsland“ unter Beweis gestellt und jetzt mit „Sternwanderer“ erneut bestätigt.