
Originaltitel: The Gathering
Autor: Isobelle Carmody
Verlag: Ravensburger
Seiten: 334
Veröffentlichung: 2003
Nach außen hin ist Cheshunt eine unauffällige Kleinstadt, an der höchstens die extrem niedrige Verbrechensrate ungewöhnlich ist. Doch Nathanial, der nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter dorthin übersiedelt, spürt gleich nach seinem Eintreffen, dass hier einiges nicht stimmt: Die Three North Highschool, die er jetzt besuchen soll, erweckt in ihm Assoziationen an ein Konzentrationslager. Kinder verschwinden spurlos, und im Stadtpark soll es spuken. Tatsächlich sieht es ganz so aus, als würde nicht nur die Schule unter dem Diktat des Schulleiters Mr. Karle und seiner Gemeindeversammlung stehen. Das ominöse Gefühl, dass hier Böses in der Luft liegt, wird für Nat zur Gewissheit, als eine Gruppe von vier Jugendlichen ihn kontaktiert. Denn ihre Anführerin Lallie eröffnet ihm, dass die vier eine Gemeinschaft sind, die der Dunkelheit, die sich anschickt, die Stadt endgültig unter ihre Kontrolle zu bekommen, den Kampf angesagt hat, und ihm anbietet, sich ihnen anzuschließen. Doch ihre Gegner haben von ihrer Existenz erfahren, und ein erbitterter Kampf entbrennt.
Isobel Carmody gehört zur Garde der neuen australischen Jugendbuch-Autoren und hat in ihrer Heimat und in den USA bereits etliche interessante Titel veröffentlicht, darunter den in einer postapokalyptischen Welt spielenden „Obernetwyn“-Zyklus oder, zusammen mit Jerry Pournelle, das SF-Jugendbuch „Starswarm“. Mit „Die Stadt der glühenden Augen“, einem spektakulären Horror-Roman, gab sie ihr fulminantes Debüt im deutschen Sprachraum.