
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Piper Fantasy
Seiten: 269
Veröffentlichung: 2003
Seit er vor genau zwei Jahrzehnten mit „Märchenmond“ den Schreibwettbewerb des Ueberreuter Verlags gewann, hat sich Wolfgang Hohlbein an die Spitze der deutschen Phantastik-Autoren geschrieben. Sein literarischer Ausstoß ist dabei ebenso enorm und beeindruckend wie die Vielfalt an phantastischen Themen, die er in seinen Werken behandelt, und sein Geschick als geborener Erzähler, das überhaupt sein größtes Plus ist. Dabei schreibt er eigentlich sehr selten reinrassige Fantasy, Horror oder SF. Er liebt es, die verschiedensten Genres zu mischen. Das verleiht nicht nur seinen zahlreichen Romanen, sondern auch seinen nur sporadisch erscheinenden kürzeren Texten einen eigenen Reiz. Kurzgeschichten standen zwar am Beginn seiner schriftstellerischen Karriere öfter auf dem Programm. In den letzten Jahren waren sie eher selten, zumeist steuerte der Bestsellerautor nur welche zu von ihm herausgegebenen Anthologien bei, wie „Feuervögel“, „Im Namen der Menschlichkeit“ oder „Das zweite Gesicht“, in denen es um die Rache eines verzauberten Vogelschwarms, eine Zeitreise in die Zeit Christi und einen Mann, der durch die Augen anderer sehen kann, geht. Sie sind ebenso in dem jüngsten Erzählband Hohlbeins zu finden wie die Internet-Fortsetzungsgeschichte „Im Schatten der Sonne“, die Horror-Story „Das Relief“ und die gemeinsam mit Dieter Winkler verfasste „Enwor“-Story „Malicia“, die 20 Jahre auf ihre Veröffentlichung warten musste.