Originaltitel: Worlds Enough And Time
Autor: Dan Simmons
Verlag: Festa Verlag
Seiten: 330
Veröffentlichung: 2004
Science Fiction
Dan Simmons gehört zu den wenigen zeitgenössischen SF-Autoren, die auch außerhalb des Genres Anerkennung gefunden haben, weil sich ihre Werke nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen lassen. Als literarisches Multitalent ist er in der SF ebenso bewandert wie bei Krimi und Horror und hat zahlreiche Preise erhalten. Sein „Endymon“-Zyklus, ein sehr komplexes und in fernster Zukunft spielendes mehrbändiges Epos hat mittlerweile Kultstatus erlangt. Simmons ist hauptsächlich im Romanbereich aktiv, Kurzgeschichten verfasst er nur sporadisch. Dass er auch die kurze Form perfekt beherrscht, das hat er schon mit der Erzählsammlung „Lovedeath“ (1993; dt: „Lovedeath – Liebe und Tod“) unter Beweis gestellt, und das bestätigt auch der neueste Erzählband. Die fünf hier enthaltenen Geschichten zeigen die Bandbreite Simmons’ Schaffens auf und überzeugen durch stilistische Treffsicherheit und erzählerische Kompetenz. Eine davon, „Kinder der Helix“, spielt im Endymon-Universum, die anderen handeln von der Erforschung des eigenen Ich, der Faszination des Weltraums auf den Menschen, der Entdeckung dunkler Geheimnisse aus tiefster Vergangenheit und einer gefahrvollen Gebirgsexpedition, zu der ein insektoider Alien und eine Gruppe Menschen aufbrechen. Alles in allem ist dies ein gelungener Start des ambitionierten SF-Programms des Festa Verlags, von dem man für die Zukunft noch einiges erwarten darf.