
Originaltitel: The Xander Years, Vol. 1
Autor: Keith R. A. DeCandido
Verlag: vgs Verlagsgesellschaft
Seiten: 158
Veröffentlichung: 2000
Fantasy
Eine der großen Stärken der ambitionierten und erfolgreichen TV-Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ ist neben den hervorragenden Plots und der gelungenen Mischung aus Teenie- und Horror-Elementen die ausgefeilte Charakterisierung der handelnden Personen, auch und vor allem der Nebenfiguren. Und um Xander, der in der TV-Serie bislang leider viel zu selten im Rampenlicht stand, drehen sich die drei Geschichten, die in „Xander – Auf Liebe und Tod“ präsentiert und mit einer Rahmenhandlung verbunden sind. Bei allen drei Geschichten handelt es sich um Adaptionen von TV-Folgen, und zwar um solche, in denen Xander, hoffnungslos in Buffy verknallt und stets auf der Suche nach der großen Liebe (oder zumindest einem Mädchen, das ihn liebt), mit dem anderen Geschlecht nicht gerade gut zu nennende Erfahrungen macht. In „Die Gottesanbeterin“ entpuppt sich die schöne Aushilfslehrerin mit dem unwiderstehlichen Sex-Appeal als im wahrsten Sinne des Wortes Männer mordende Bestie, in „Das Geheimnis der Mumie“ verliebt er sich in eine Austauschstudentin aus Südamerika, nur um feststellen zu müssen, dass die exotische Angebetete nicht das ist, was sie zu sein scheint, und in „Verhext, verfolgt und verwirrt“ (TV-Titel: „Der Liebeszauber“) ist Xander der gewohnte Pechvogel, dem in diesem speziellen Fall ein Liebeszauber total in die Hose geht. Anstatt dass Cordelia, die mit ihm Schluss gemacht hat, wieder in Liebe zu ihm entbrennt, wird er zum Ziel der amourösen Begierden aller weiblicher Wesen, denen er über den Weg läuft. Die Geschichten sind lustig und spannend zugleich. Sie bieten soliden Lesespaß und verkürzen die Wartezeit bis zur Ausstrahlung neuer Folgen enorm.