
Originaltitel: Apocalypto
USA, 2006
Kinostart: 14.12.2006 (FSK: 16)
ca. 139 Min.
Action
Der Jäger „Pranke des Jaguar“ lebt mit seinem Vater, seiner Frau und seinem Sohn im mesoamerikanischen Dschungel. Glücklich. Bis Fremde auftauchen, seinen Vater abschlachten und ihn gefangen nehmen, um ihn mit vielen anderen Menschen im Rahmen einer Zeremonie den Göttern zu opfern. Der junge Mann aber entkommt, und auf seiner Flucht durch den Dschungel offenbart er ungeahnte Überlebensinstinkte.
Mel Gibson ist ein Verrückter. Den gesamten Film hat er in einer Maya-Sprache gedreht, gefilmt wurde mitten im mexikanischen Dschungel. Was er erschaffen hat, ist ohne Zweifel ein bildgewaltiges Epos. Die Kritik, die Gibson gerade in Deutschland einstecken musste, ist problematisch. Sein Werk spielt am Vorabend der Ankunft der Spanier, die mit ihrer Landung an den mittelamerikanischen Küsten einen unvorstellbaren Genozid über den Kontinent brachten. Dabei aber geht es Gibson nur in zweiter Linie um die Spanier. Ihn interessiert vielmehr eine Gesellschaft im Auflösungsstadium. Eine Gesellschaft, die moralisch verfallen ist und somit für einen Angreifer von außen ein leichtes Beuteziel darstellt. Darüber kann man diskutieren.