Space-View Filmguide: Casino Royale

Casino Royal

Casino Royale

Fakten

Originaltitel: Casino Royale
USA, 2006
Kinostart: 23.11.2006 (FSK: unbekannt)
ca. 139 Min.

Genre

Action, Thriller

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Kurzübersicht

CASINO ROYALE zeigt JAMES BOND, ehe er seine Lizenz zum Töten erhält. Doch auch ohne diesen Status ist Bond nicht weniger gefährlich, und nach zwei kurz aufeinanderfolgenden, erfolgreich ausgeführten Eliminierungen wird er zum “00”-Agenten befördert.

Bonds erste 007-Mission führt ihn nach Madagaskar, wo er den Terroristen MOLLAKA (Sebastien Foucan) ausspionieren soll. Doch nicht alles verläuft nach Plan und Bond beschließt, auf eigene Faust und ohne den MI6 zu ermitteln, um auch den Rest der Terrorzelle ausfindig zu machen. Bond folgt einer Spur, die ihn auf die Bahamas führt, wo er auf DIMITRIOS (Simon Abkarian) und dessen Freundin SOLANGE (Caterina Murino) trifft. Bond findet heraus, dass Dimitrios mit LE CHIFFRE (Mads Mikkelsen), dem Bankier einer weltweit operierenden Terrororganisation, unter einer Decke steckt.

Der Geheimdienst findet heraus, dass Le Chiffre im Casino Royale von Montenegro beim Pokern einen hohen Geldbetrag für seine Organisation erspielen will. Doch um an das dringend benötigte Geld zu kommen, muss Le Chiffre einen hohen Einsatz riskieren. Der MI6 beauftragt 007, bei dem Pokerspiel gegen ihn anzutreten - denn wenn Le Chiffre verliert, würde das seine gesamte Organisation zerstören.

‘M’ (Judi Dench) weist Bond die verführerische VESPER LYND (Eva Green) als Partnerin zu, damit sie ein wachsames Auge auf ihn hat. Nachdem Bond zunächst mehr als skeptisch ist, ob Vesper ihm bei seinem Auftrag von Nutzen sein kann, vertieft sich seine Beziehung zu ihr, nachdem sie beide Le Chiffre in die Hände fallen und gemeinsam große Gefahr und am Ende sogar Folter überstehen müssen.

In Montenegro verbündet sich Bond mit MATHIS (Giancarlo Giannini), dem örtlichen MI6-Agenten, und FELIX LEITER (Jeffrey Wright), der die Interessen des CIA vertritt. Das Marathon-Pokerspiel nimmt mit schmutzigen Tricks und Gewalt seinen Lauf. Dabei werden die Einsätze in Schwindel erregende Höhen getrieben, bis es am Ende um weit mehr als Blut-Geld geht...

Review

Was ist alles im Vorfeld über Daniel Craig gelästert worden. Ein Weichei wurde er genannt, eine krasse Fehlbesetzung für die Rolle des coolsten Agenten ihrer Majestät – James Bond, auch genannt 007. Und nun ist der Film „Casino Royal“ fertig – und die Kritiken verstummen, denn Craig entpuppt sich als Traumbesetzung. Der Brite ist pures Adrenalin, ein Killer, kein Gentleman. Als Gentleman zu agieren, dass muss Craigs Bond erst noch lernen, denn sein Bond steht am Anfang seiner Karriere als Doppel-Null-Agent. Vielleicht hätten die Macher den Film auch Bond Begins oder Bond Reloaded nennen sollen, denn mit Craig beginnt durch und durch eine neue Ära. Es gibt keine Miss Moneypenny, es gibt keinen Erfinder wie Q oder zuletzt R, keine Spielerein, nichts, was normalerweise zu den typischen Ingredienzien eines Bond-Filmes gezählt würde. Statt dessen gibt es – man glaubt es kaum – eine recht komplexe Handlung. Bond nämlich verfolgt auf eigene Faust die Spur eines Attentäters und bringt somit dessen Auftraggeber, einen Waffenhändler namens Le Chiffré (Mads Mikkelsen), in Bedrängnis, verliert dieser durch Bond doch eine Menge Geld. Nun ist dies nur der Einstieg in die Geschichte, denn im Mittelpunkt steht tatsächlich ein Pokerspiel in Montenegro, bei dem Le Chiffré, ein Zahlengenie, versucht, sein Geld zurückzugewinnen. Also sendet auch der Geheimdienst ihrer Majestät ihren besten Zocker an den grünen Tisch – und der heißt erneut James Bond.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie Craig aus einem ungeschliffenen Diamanten im Verlauf des Filmes einen Edelstein formt, wie Bond von Minute zu Minute schärfere Konturen annimmt, wie sich der Killer, als der er in die Geschichte eingeführt wird, zum Top-Agenten entwickelt und dabei gar eine ungeahnt menschliche Seite erkennen lässt, die gar nicht zum eiskalten Killer passen will.
Die Action ist spektakulär, aber bodenständig. Die Geschichte ist von überraschendem Tiefgang geprägt, voller Wendungen, packend. Mitreißend, fesselnd. Und Daniel Craig straft all seine Kritiker Lügen, die im Vorfeld behaupteten, er sei eine Fehlbesetzung. Wenn Craig im nächsten Bond seine Leistung wiederholt oder gar steigert, werden sich bald nur noch die Filmhistoriker daran erinnern, dass 007 je von einem anderen Schauspieler dargestellt worden ist. Gut, vielleicht mag dies nun etwas übertrieben sein, aber begeisternd ist Daniel Craig allemal.

geschrieben von: Christian Lukas

Weiterführende Links

Offizielle Filmseite

Hauptdarsteller

  • James Bond Daniel Craig
  • Vesper Lynd Eva Green
  • Le Chiffre Mads Mikkelsen
  • M Judi Dench
  • Felix Leiter Jeffrey Wright
  • Valenka Ivana Milicevic
  • Mr. White Jesper Christensen

Film-Crew

  • Regie Martin Campbell
  • Drehbuch Robert Wade
  • Drehbuch Neal Purvis
  • Buchvorlage Ian Fleming
  • Musik David Arnold

Hintergrundberichte

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