Originaltitel: Invasion of the Body Snatchers
USA, 1956
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 77 Min.
Horror, Science Fiction
In Santa Mira, einem kleinen Städtchen in Kalifornien, geschehen seltsame Dinge. Dr. Bennell, der Arzt der kleinen Gemeinde, stellt an einer Reihe von Patienten seltsame psychische Veränderungen fest. Viele seiner Patienten scheinen all ihre Emotionen abgelegt zu haben. Sie wirken verschlossen, Menschen, die bislang wenig miteinander zu tun hatten, arbeiten plötzlich eng zusammen, sondern sich von anderen Menschen ab – sofern diese „normal“ agieren. Jedoch: Die Zahl derer, die sich verändern, nimmt zu. Wissenschaftlich lassen sich Bennells Beobachtungen nicht erklären. Aber der Doktor verlässt sich auf seine Gefühle und beginnt dem Grund für die Veränderung seiner Patienten nachzuspüren.
„Die Dämonischen“ ist nicht nur ein Klassiker des Paranoia-Kinos, der Film hat vor allem auch 50 Jahre nach seiner Entstehung nur wenig von seiner unheimlichen Atmosphäre eingebüßt. Regie-Legende Don Siegel („Dirty Harry“) hat eine Metapher auf die Kommunistenhatz und die mit ihr einhergehende Paranoia der 1950er Jahre auf Zelluloid gebannt – diese Metapher aber gleichzeitig mit Spannungsmomenten verknüpft, die für viele Regisseure wegweisend werden sollten. Er sendet seinen Protagonisten auf eine Tour de Force und lässt ihn fast dem Wahnsinn verfallen – denn wie sonst soll ein Mensch reagieren, der einem Geheimnis auf die Spur kommt, das so absurd erscheint, dass es sich eigentlich nur durch Wahnsinn erklären lässt?
In einigen DVD-Foren wurde bemängelt, das Bild entspräche nicht der Kinofassung. Da scheint ein Irrtum vorzuliegen. Es wurde in den 1950er Jahren mit einer Reihe von Breitwandformaten gearbeitet, die alle Anfang der 1960er Jahre vom Markt verschwanden, woraufhin die betreffenden Filme auf heute gängige Formate umkopiert wurden. Möglich, dass es dadurch zu kleinen Abweichungen vom Original gekommen ist, aber wenn dies der Fall sein sollte, sind diese nicht zu sehen; darüber hinaus wurde das Bild aufgearbeitet. Somit ist die DVD ohne Abstriche empfehlenswert.