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Space-View Filmguide: Dead Zone

Dead Zone Movie

Dead Zone

Fakten

Originaltitel: The Dead Zone
USA, 1983
Kinostart: 18.05.1984 (FSK: 18)
ca. 103 Min.

Genre

Thriller

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Kurzübersicht

„Dead Zone“ erzählt die Geschichte des jungen Lehrers John Smith (Christopher Walken), der kurz vor der Heirat mit seiner Jugendliebe Sarah (Brooke Adams) steht. Doch eines Abends zerbricht sein kleines Glück. Auf dem Weg nach Hause wird er schuldlos in einen schweren Autounfall verwickelt. John fällt ins Koma.
Acht Jahre später erwacht er auf wundersame Weise aus seinem Todesschlaf – und besitzt fortan die Fähigkeit, durch die Berührung eines Menschen dessen Zukunft oder Vergangenheit sehen zu können. Für John entpuppt sich diese Fähigkeit als Fluch, denn egal, was er in der Zukunft oder Vergangenheit sieht, es sind schreckliche Dinge, die ihn in den Wahnsinn treiben. Er versucht diesem Fluch zu entkommen. Ein Helfer ist ihm dabei sein Arzt Dr. Weizak, zu dem er sehr bald eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut hat. Gerade als es John gelungen ist, in ein halbwegs geordnetes Leben zurückzukehren, klingelt Sheriff Bannerman (Tom Skeritt) an seiner Tür. Der Sheriff ist verzweifelt. Ein Frauenmörder treibt in seiner Gemeinde sein Unwesen. Er fragt John, ob er ihm mit seinen Fähigkeiten möglicherweise zur Seite stehen könnte. John fühlt sich brüskiert und verweist den Sheriff seines Hauses. Als dann aber ein weiteres Mädchen ermordet wird, hilft er Bannerman – und wird fast selbst ein Opfer des Killers. Keine Frage: Seine Fähigkeit ist ein Fluch. Glaubt er, bis er der Privatlehrer von Chris Stuart (Simon Craig) wird – und schier Unglaubliches entdeckt ...

Review

Der kanadische Regisseur David Cronenberg überraschte seine Fan-Gemeinde 1983 mit der Nachricht, er würde für Paramount in Hollywood einen Film drehen. Cronenberg hatte sich mit einigen billig produzierten Ekelfilmen eine treue Fangemeinde geschaffen und diese Fans wollten von ihm weiterhin gemeine, kleine Splatterfilme sehen. Was zum Teufel also hatte Cronenberg dazu veranlasst, ein Angebot aus Hollywood anzunehmen, um dort einen Film zu drehen?
Nun, manchmal neigen gerade die Freunde des unabhängigen Filmes dazu, die Produzenten der Traumfabrik zu unterschätzen. Dort zumindest hatte man schon Anfang der 80er Jahre erkannt, dass Cronenberg nicht nur äußerst kostengünstig Filme zu inszenieren weiß. Es war den Produzenten auch aufgefallen, dass Cronenberg weitaus mehr zu inszenieren wusste als kleine Ekelfilmchen. Hinter all dem Splatter, dem Blut und den Gedärmen, versteckten sich intelligente Geschichten über den Verfall der Gesellschaft, über den Tanz in den Untergang. Tatsächlich war Cronenberg weitaus mehr ein Autoren- denn ein B-Filmer.
Anfang der 80er Jahre hatte sich derweil Stephen King zu Hollywoods Liebling entwickelt. Ein jedes Buch des Autors aus Maine wurde verfilmt. Und auch „Dead Zone“ harrte auf eine Verfilmung, entpuppte sich aber auf Grund seiner episodenhaften Erzählweise und der Fixierung auf psychologischen Horror als schwer verfilmbar. David Cronenberg stellte sich jedoch der Herausforderung und inszenierte eine der bis heute beeindruckendsten Stephen-King-Verfilmungen. Nicht ein Bild ist in seinem Film zuviel, nicht eine Szene überflüssig. In erster Linie ist „Dead Zone“ denn auch eine Charakterstudie, erst in zweiter Linie handelt es sich bei dem 1983 inszenierten Spielfilm um einen Horror / Mystery-Film.

Bewertung: 5 Sterne

geschrieben von: Christian Lukas

DVD-Besprechung

Das Bild ist überarbeitet worden und wirkt frischer als bei der Kino-Erstauswertung 1983! Auch der Ton ist gewaltig ausgebessert worden und liegt nun in einer DD 5.1-Version vor. Allerdings rauscht es von Zeit zu Zeit auf der Dialogspur, da als Original nur eine Mono-Spur vorgelegen hat, die nun überarbeitet worden ist. Gerade für solche Zuschauer, die keine geeignete Dolby-Surround-Anlage besitzen, empfiehlt es sich, die DD 2.0-Spur beim Anschauen zu nutzen, die absolut rauschfrei daherkommt. Für Freunde des englischen Originals gibt es den O-Ton in DD 2.0. Wie bei inzwischen etwas älteren Filmen üblich, gibt es so gut wie keine Extras. Dennoch hat sich der Verleiher bemüht, ein paar Bonbons auf die DVD zu packen – und so gibt es Einblicke in das Skript und die Szenen, die nicht verfilmt worden sind.

Literaturtipp

„Lang lebe das neue Fleisch – Die Filme von David Cronenberg“ von Thomas J. Dreibrodt (Paragon-Verlag, Bochum 2001; € 19,89)

Hauptdarsteller

  • Johnny Smith Christopher Walken
  • Sarah Bracknell Brooke Adams
  • Sheriff Bannerman Tom Skerritt
  • Dr. Sam Weizak Herbert Lom
  • Roger Stuart Anthony Zerbe
  • Henrietta Dodd Colleen Dewhurst
  • Greg Stillson Martin Sheen
  • Frank Dodd Nicholas Campbell
  • Herb Smith Sean Sullivan
  • Vera Smith Jackie Burroughs
  • Sonny Elliman Géza Kovács
  • Alma Frechette Roberta Weiss
  • Chris Stuart Simon Craig
  • Dardis Peter Dvorsky
  • Amy Julie-Ann Heathwood

Film-Crew

  • Regie David Cronenberg
  • Drehbuch Jeffrey Boam