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Space-View Filmguide: The Dish

Dish

The Dish

Fakten

Originaltitel: The Dish
Australien, 2000
Kinostart: 19.07.2001 (FSK: 6)
ca. 104 Min.

Genre

Komödie

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Kurzübersicht

Ein alter Mann steht vor einem Radioteleskop. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Das Teleskop befindet sich mitten auf einer Schafsweide in Parkes, einem kleinen Städtchen nördlichen von Sydney. Der alte Mann ist nicht nur ein Besucher. Zusammen mit einer kleinen Gruppe von Technikern hat er hier einst Geschichte geschrieben. Es war im Jahre 1969, als zum ersten Mal ein Mensch einen Fuß auf den Mond setzte. Seinerzeit haben er und seine Männer die Bilder dieses Ereignisses hier empfangen. Der alte Mann erinnert sich.

Review

„The Dish“ ist ein melancholischer, vor allem aber amüsanter Rückblick auf die erste Mondlandung aus einer bislang unbekannten Perspektive. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen keine Astronauten, Testpiloten oder Politiker. Nein, es sind Techniker in Australien, die eigentlich nur zufällig zum Teil der Geschichte geworden sind. Da die Mondlandung zu einem Zeitpunkt stattgefunden hat, an dem die Signale der Astronauten nur auf der südlichen Erdhalbkugel zu empfangen waren, bedurfte es eines Teleskops in der südlichen Hemisphäre, um diese Signale aufzufangen und ins Kontrollzentrum nach Houston, Texas, weiterzuleiten. Und dieses Teleskop stand nun einmal in Parkes, Australien.
Regisseur Sitch gelingt es auf wundervolle Art und Weise, aus dieser Geschichte einen der schönsten Filme der letzten Jahre zu komponieren. De facto gibt die Rahmenhandlung eigentlich nicht viel her: Ein paar Techniker fangen Signale mit einem Radioteleskop ein, verarbeiten diese jedoch nicht selbst, sondern leiten sie letztendlich nur an eine andere Station weiter. Doch in Sitchs Film sind die Protagonisten nicht nur ein paar Techniker, die zufällig Teil einer großen Geschichte geworden sind. Nein, sie werden zu Helden, die mit ihrer Arbeit maßgeblich daran teilgenommen haben, einen Menschheitstraum in Erfüllung gehen zu lassen. Dabei sind nicht nur die Techniker die Helden seines Filmes. Selbst das Mädchen, das die Männer in der Schüssel regelmäßig mit Sandwiches versorgt, wird zu einem wichtigen Rädchen in dem Getriebe, das die Erfüllung dieses Traumes erst möglich gemacht hat.
Bei aller Heldenverehrung bleibt der Film dennoch (fast) frei von Pathos. Es sind vielmehr die wundervollen Charaktere, die diesen Film tragen: Der Chef der Station, der sich wünscht, dass seine verstorbene Frau diesen Moment noch hätte erleben dürfen; der amerikanische Nasa-Techniker und Verbindungsmann, der seine Probleme mit dem relaxten Leben Down Under hat; der Bürgermeister, der einst ausgelacht worden ist, als er der Station eine Baugenehmigung erteilte; oder der australische Techniker und Paranoiker, der glaubt, der Kollege von der Nasa sei kein Verbindungsmann, sondern eine Art Spion, der den Australiern nur auf die Finger schauen soll. Sie alle sind liebenswerte, kauzige Charaktere, die es dem Zuschauer leicht machten, diesen Film zu lieben.
Wenn „The Dish“ dann doch ein bisschen pathetisch wird, Neil Armstrong den Mond betritt und man die glücklichen Gesichter der Techniker in Australien sieht, dann darf man sich sogar ein Tränchen abdrücken und sich glücklich schätzen, einen solch schönen Film gesehen zu haben!

Bewertung: 5 Sterne

geschrieben von: Christian Lukas

Hauptdarsteller

  • Cliff Buxton Sam Neill
  • Ross Mitchell Kevin Harrington
  • Al Burnett Patrick Warburton
  • May McIntyre Geneviève Mody
  • Rudi Kellerman Tayler Kane
  • Premierminister Bill Brown
  • Billy McIntyre Carl Snell

Film-Crew

  • Regie Rob Sitch
  • Drehbuch Santo Cilauro
  • Drehbuch Tom Gleisner
  • Drehbuch Jane Kennedy
  • Drehbuch Rob Sitch