
Originaltitel: El dia de la bestia
Spanien, 1997
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 103 Min.
Horror
Regisseur Alex de la Iglesias ist vor allem durch seinen Film „Perdita Durango“ bekannt geworden. Auch „Action Mutante“ stammt aus seiner Feder. Beide Filme werden entweder kultisch verehrt oder als widerliche Machwerke abgelehnt. Iglesias polarisiert. Ein bislang in Deutschland unbekannter Film ist „El Dia De La Bestia“, der nun auf DVD erschienen ist. „El Dia De La Bestia“ ist ein für Iglesias überraschend geradliniger Horrorfilm, der von der Wiedergeburt des Teufels erzählt.
Neigt Iglesias in anderen Filmen leider immer wieder zu widerlichen Gewaltexzessen (ja, der Rezensent findet die bereits genannten Iglesias-Filme widerlich ...), setzt er in „El Dia De La Bestia“ vor allem auf Spannung: Niemand glaubt dem liebenswerten Priester Angel Berriartua (Alex Angulo), dass der Satan wiedergeboren wird, bis der Herr der Finsternis tatsächlich auf der Bildfläche erscheint und einen eisigen Schauer über den Rücken der Zuschauer laufen lässt. Nein, eine Gewaltorgie ist dieser Film nicht, im Gegenteil, er ist wirklich spannend. Leider nur bis zum Showdown, der die Frage erlauben muss: Hat das Drehbuch eigentlich niemand gegengelesen? Es gibt Filme, die unlogisch enden. Aber Iglesias zerstört „El Dia De La Bestia“, indem er sich einen Logikpatzer erlaubt, der die gesamte Geschichte ad absurdum führt. Da es den Zuschauern gegenüber, die den Film noch schauen wollen, unfair wäre, das Ende zu verraten, sei nur eine Frage gestellt: Würden Anhänger des Satans auf dessen zu Fleisch gewordenes Kind schießen?
Ein sehr ausführliches Interview mit Iglesias, das exklusiv für den deutschen Markt entstanden ist (!), gibt einen ausführlichen Einblick in sein Werk. Ein Kurzfilm und ein hervorragendes Making of runden eine gelungene DVD-Zusammenstellung ab.