
Originaltitel: Final Destination
USA, 2000
Kinostart: 21.09.2000 (FSK: 16)
ca. 97 Min.
Horror
Etwas Furchtbares wird passieren. Alex (Devon Sawa) träumt es. Das Flugzeug, in dem er sitzt, wird explodieren. In diesem Moment erwacht er aus seinem Tagtraum. Panik durchflutet seinen Körper. Alex dreht durch. Er schreit, fängt an um sich zu schlagen. Noch befindet sich das Flugzeug auf dem Boden – und so wird Alex hinausgeworfen. Durch eine Reihe von Zufällen ist er nicht allein. Insgesamt sechs weitere Passagiere müssen die Maschine verlassen beziehungsweise bekommen es mit der Angst zu tun. Das Flugzeug startet ohne sie – und explodiert über dem Atlantik. Doch sind sie dem Tod entronnen?
„Final Destination“ ist das Regie-Debüt des ehemaligen „Akte X“-Autoren und „Millennium“-Produzenten James Wong, der zusammen mit dem ebenfalls ehemaligen „Akte X“-Schreiber Glen Morgan auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. „Final Destination“ ist ein Film, der Angst macht, denn den Überlebenden steht schon bald ein Antagonist gegenüber, der auf den ersten Blick nicht zu besiegen ist: der Tod persönlich!
James Wong legt der Geschichte ein archaisch-christliches Weltbild zu Grunde, das davon ausgeht, dass im Augenblick der Geburt bereits der Moment des Todes bestimmt wird. Der Tod ist ein fester Bestandteil des Lebens, der nicht umgangen werden kann. Doch genau dies geschieht in „Final Destination“: Durch seinen Traum erlebt Alex das, was geschehen wird. Er sieht den Tod aller Menschen an Bord des Flugzeugs voraus und sorgt dafür, dass insgesamt sechs Menschen – er eingeschlossen – dieses Unglück überleben. Damit aber hat er die Kräfte von Leben und Tod aus dem Gleichgewicht gebracht. Dieser Tatsache wird er sich bewusst, als der Erste der Überlebenden einen gewaltsamen Tod findet.
„Final Destination“ ist Horror pur, dabei ist der Film in keinem Moment nur eine Variation eines bereits bekannten Horrorfilm-Themas. In Wongs Inszenierung entwickelt sich der Tod zunächst zum letzten Mysterium, einer Macht jenseits allen Vorstellbaren. Bis Wong die Erzählperspektive wechselt. Das archaisch-christliche Weltbild vom Schicksal, dem niemand ausweichen kann, stellt er die Vorstellung gegenüber, dass der Tod kein Mysterium, sondern eine nach logischen Parametern handelnde Größe in einem festgelegten Plan des Lebens darstellt. Und wenn er nach einem Plan vorgeht, muss es eine Möglichkeit geben, einen Gegenplan aufzustellen.
Eine schaurig-schöne Horrormär, die kräftig die Nerven strapaziert!