Originaltitel: Gen 13
USA, 2000
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
Science Fiction
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die hübsche Caitlin, der einfältige Grunge und die rebellische Roxy, drei Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen an einem Militärprojekt inmitten des Grand Canyons teilnehmen. Offiziell sollen hier ihre besonderen Fähigkeiten gefördert werden. Damit sind, dies ahnen die drei jedoch nicht, ausschließlich ihre Erbanlagen gemeint. Sie alle besitzen nämlich Gene, die sie, bei entsprechender Manipulation, in Übermenschen verwandeln können. Nun hat das Experiment einen zweiten Schönheitsfehler: Es ist illegal! Einzig der Pilot Lynch, ein Freund von Caitlins vor vielen Jahren ermordetem Vater, durchschaut das Spiel der skrupellosen Leiterin der Einrichtung.
„Gen 13“ basiert auf der gleichnamigen DC-Comicserie und wäre wahrscheinlich ohne „X-Men“ nie in Produktion gegangen, denn auch „Gen 13“ erzählt von Mutanten und deren Einsatz für oder wider die Menschheit.
Vom visuellen Stil aus betrachtet befindet sich „Gen 13“ auf dem Niveau einer besseren amerikanischen Zeichentrickserie. Die Geschichte wird mit viel Tempo erzählt, in Sachen graphischer Gewalt halten sich die Macher keinesfalls vornehm zurück. Doch wenn ein Zeichentrickfilm schon für Erwachsene produziert wird, warum dann der kindliche Humor? Offenbar haben die Autoren mit ihm, der sich besonders in der Figur des tumben Grunge manifestiert, versucht, den Humor japanischer Animes zu kopieren. Doch die Animes, die außerhalb Japans Erfolge geworden sind, wie z.B. „Akira“ oder „Ghost in the Shell“, sind absolut humorlose Filme! Dies hat seine Gründe! Ohne den Versuch, Humor in die Geschichte einzubringen, wäre „Gen 13“ ein richtig guter, geradliniger Superheldenfilm geworden. So aber bleibt er allenfalls nette Unterhaltung.