Space-View Filmguide: Gisaku und das Tor zur Ewigkeit

Gisaku und das Tor zur Ewigkeit

Fakten

Originaltitel: Gisaku
Spanien, 2005
Kinostart: unbekannt (FSK: 12)
ca. 75 Min.

Genre

Kurzübersicht

Vor über 380 Jahren versuchte der Dämon Gorkan durch ein Tor zwischen den Welten in unsere Realität zu gelangen. Jedoch: Eine Gruppe unerschrockener Samurai stellte sich dem Dämon. Zwar konnten sie Gorkan nicht in seine Welt zurückschicken, sie brachen aber seine Macht. Yohei, der einzige Samurai, der den Kampf gegen Gorkan überlebt hat, begab sich nun auf eine lange Reise, die ihn schließlich nach Spanien führte. Gegenwart: Inmitten des Gewirrs an Gängen unter einem Museum entdeckt der 12-jährige Linceto einen Samurai, der offenbar 385 Jahre darauf gewartet hat, in seinen letzten Kampf gegen den wiedererstarkten Dämon Gorkan zu ziehen. Ihm zur Seite stehen der Luchsmensch Moira, die schnippische Jungforscherin Riki und Gisaku, ein seltsames Mischwesen aus Handtaschentiger und Dämon, dessen magischen Kräfte den Kampf entscheiden werden – fragt sich nur, für welche Seite?!

Review

„Gisaku“ ist tatsächlich ein spanischer Anime. Statt in der europäischen oder amerikanischen Zeichentricktradition bewegt sich „Gisaku“ inszenatorisch auf den Pfaden des japanischen Animationsfilms: sei es in der Darstellung der Charaktere oder dem Aufbau der Handlung. Sklavisch allerdings wandeln die Macher nicht auf Anime-Pfaden. So setzt Regisseur Baltasar Pedrosa massiv Computereffekte ein, die im Anime-Genre eher verpönt sind (zumindest in der sichtbaren Form, in der der iberische Regisseur sie verwendet). Das alles sieht ganz schick aus, nur: Die Handlung will keine Funken fliegen lassen. Zumindest nicht bei Zuschauern, die älter als 12 Jahre alt sind. Das Wesen Gisaku zum Beispiel ... Ein niedliches Höllenhündchen, das mit Vorliebe Metall futtert. Die Handlung ... Gespickt mit Logiklöchern, in der eine Kette von Alpenhügeln untergehen könnte. Immerhin: Der Film hat Tempo, und bei einer Laufzeit von gerade einmal 75 Minuten eignet er sich – der Schwächen ungeachtet – als TV-Happen für zwischendurch.

DVD-Kritik

Ein ganz nettes Making-of. Obschon es sich um eine spanische Produktion handelt, befindet sich neben dem deutschen der englische Ton auf dem Silberling. Seltsam. Bei der Auswahl der Synchronsprecher hat e-m-s ein gutes Händchen bewiesen. Wer es nicht glaubt, sollte sich einmal die englische Tonspur anhören ...

geschrieben von: Christian Lukas

Film-Crew

  • Regie Baltasar Pedrosa
  • Drehbuch Angel E. Pariente