
Originaltitel: Ghost Rider
USA, 2006
Kinostart: 08.03.2007 (FSK: 16)
ca. 110 Min.
Action
Johnny Blaze verkauft dem Teufel seine Seele dafür, dass sein kranker Vater, ein bekannter Motorradstuntman, weiterleben darf. Leider hat Johnny das Kleingedruckte im Vertrag übersehen. Sein Vater stirbt nämlich trotz des Vertrages – und Johnny wird eines Tages als Kopfgeldjäger des Teufels seine Schuld begleichen müssen. 20 Jahre vergehen, Johnny ist inzwischen selbst ein Motorradstar, da fordert der Teufel seine Schuld ein. Johnny soll Blackheart ausschalten, den Sohn des Teufels, der gerne das väterliche Unternehmen übernehmen würde.
„Ghost Rider“ ist eine weitere Marvel-Verfilmung. Und es steht außer Frage: Der Film sieht verteufelt gut aus. Aber die Handlung, nun ja, logisch muss sie nicht sein, dafür plausibel. Das aber ist sie nicht. Wenn der Teufel an jedem Ort der Welt jederzeit auftauchen kann, wozu braucht er dann einen Kopfgeldjäger? Ein Highlight des Films ist Sam Elliott in der Rolle eines alten, geheimnisvollen Cowboys, Nicolas Cage gibt einen bodenständigen Helden, Peter Fonda als Teufel ist grandios. Die Idee, den Ghost Rider auf Fondas „Easy Rider“-Motorrad gegen Blackheart anfahren zu lassen: ein netter Gag für Filmfans. Dem steht die lahme Dramaturgie gegenüber. Ihr fehlt ein ausgereifter Spannungsbogen, Action findet statt, weil das Genre es verlangt, nicht weil es dramaturgisch sinnvoll wäre.
Erschienen sind eine Kinofassung des Films (FSK ab 12, 105 Minuten) und eine Extended Version (FSK ab 16, 118 Minuten). Zur Extended Version gibt es eine Bonus-DVD mit allerlei Extras.