
Originaltitel: Hellswarm
USA, 1999
Kinostart: unbekannt (FSK: 18)
ca. 90 Min.
Science Fiction, Thriller
Billy Sabbath (Boyd Kenster), ein mehrfach ausgezeichneter Polizeibeamter, wird hingerichtet, da er seinen Partner ermordet haben soll. In Wahrheit erwacht der Polizist im Hauptquartier einer Geheimpolizeitruppe, die ihn als neuen Soldaten rekrutiert. Die von dem charismatischen Agenten Kirk Bluhdorn (Tim Matheson, der diesen Film auch inszeniert hat) angeführte Truppe, jagt Nephilims, geheimnisvolle Wesen, die sich in menschlichen Körpern einnisten, auf diese Art und Weise ihren Wirt töten und unerkannt unter den Menschen leben. Woher sie kommen, das weiß niemand genau. Sie waren schon auf dieser Welt, als der Mensch noch auf den Bäumen lebte. Nicht nur, dass sie sich von anderen Menschen nicht unterscheiden lassen: Sie besitzen auch die Fähigkeit, sich mit Menschen fortzupflanzen und Hybriden zu erzeugen, die nach nicht einmal zwei Monaten ausgewachsene Individuen sind.
Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob „Hellswarm“ als Pilotfilm einer TV-Serie konzipiert worden ist. Vieles aber deutet darauf hin, wird doch eine Geschichte erzählt, die letztendlich ein offenes Ende präsentiert, auf dem eine Serie hätte aufgebaut werden können. Auch die Einführung der Geschichte belegt, dass „Hellswarm“ nicht als einmaliges TV-Event geplant gewesen zu sein scheint.
„Hellswarm“ ist Copy-Kino pur. Die Geschichte der Fremden, die sich menschlicher Körper bedienen, um ihre Invasion vorzubereiten, ist zum Beispiel aus „Invasion von der Wega” ebenso bekannt wie aus „First Wave”. Aus beiden Serien ist auch die Idee des einsamen Kämpfers bekannt, der sein Leben damit verbringt, die Invasoren, wenn es sein muss, im Alleingang zu besiegen. Die Emotionslosigkeit, mit der sich die Nephilims ihrer Arbeit widmen, erinnert stark an die außerirdischen Invasoren aus den „Body Snatchers“-Verfilmungen („Die Dämonischen“, „Die Körperfresser kommen“, „Body Snatchers“). Und so weiter ...
Auf der Negativseite müssen die Drehbuchlöcher vermerkt werden, die die Geschichte immer wieder sprunghaft erscheinen lassen. Positiv ist auf jeden Fall die zügige Inszenierung. Schade: „Hellswarm“ hätte sicher eine ganz nette Serie abgegeben.