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Space-View Filmguide: Hollow Man

Hollow Man

Hollow Man

Fakten

Originaltitel: Hollow Man
USA, 2000
Kinostart: 12.10.2000 (FSK: 16)
ca. 112 Min.

Genre

Horror, Science Fiction

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Kurzübersicht

Kevin Bacon spielt Dr. Sebastian Caine, einen begnadeten, im Sold des Militärs stehenden Wissenschaftler, dessen Auftrag darin besteht, eine Substanz zu entwickeln, die einen Menschen unsichtbar machen kann. Seine Versuche verlaufen Erfolg versprechend. Schon bald stellt es für ihn kein Problem mehr da, ein Wesen unsichtbar zu machen. Das Problem besteht vielmehr darin, das Lebewesen wieder sichtbar zu machen! Und wie seine Tierversuche beweisen, werden Lebewesen, die längere Zeit unsichtbar sind, überaus aggressiv. Nun ist Caine derart von sich überzeugt, dass er alle Warnungen seiner Kollegen ausschlägt und schließlich einen Selbstversuch unternimmt – mit dem Ergebnis, dass das Serum, das ihn wieder sichtbar machen soll, versagt. Mit jedem Tag, den er unsichtbar bleibt, wachsen in ihm die Aggressionen, bis sie sich in offene Gewalt verwandeln.

Review

Im Jahre 1933 versetzte der britische Hollywood-Regisseur James Whale die Welt in Staunen, als er in seinem Film „Der Unsichtbare“ seinem Publikum über 80 Minuten einen unsichtbaren Claude Rains präsentierte! Trug der Schauspieler einen Bademantel, Bandagen um seinen Kopf und Handschuhe, dann war er als Claude Rains zu erkennen. Doch nahm er die Bandagen ab und entledigte er sich seiner Kleider, verschwand er Stück für Stück von der Leinwand. Ähnliches hatte das Publikum noch nie gesehen. 67 Jahre später hat sich der Niederländer Paul Verhoeven („RoboCop“, „Starship Troopers“) der Mär vom unsichtbaren Mann, die ursprünglich auf einer Roman-Figur von H.G. Wells basiert, angenommen. Und seinem Film „Hollow Man“ gelingt, was bereits Whale gelang: Er versetzt uns ins Staunen.
Die Verwandlungssequenzen sind atemberaubend. Als Zuschauer kann man Bild für Bild miterleben, wie sich Hautschicht für Hautschicht von Caines Körper auflöst. Man beobachtet, wie das Blut durch den Körper fließt, jeder Muskel wird sichtbar. Und ist er unsichtbar, sieht man Wasser von seinem Gesicht tropfen, das sein Antlitz für einen Moment offenbart, oder man sieht, wie unsichtbare Hände den Körper einer Frau berühren – und die Berührungen Abdrücke auf ihrem Körper hinterlassen. In dieser Spezialeffekte-Orgie kommt die Geschichte an manchen Stellen etwas zu kurz. So ist der Showdown, in dem es vor allem darum geht, dass mehrere Wissenschaftler in einem Labor zusammen mit dem Unsichtbaren eingeschlossen sind, im Rahmen der Geschichte schwach. Er ist zwar unglaublich spannend inszeniert, doch der Stil siegt in diesem Fall über den Inhalt. Dass „Hollow Man“ dennoch von sich behaupten darf, sich aus dem Feld anderer großer, und damit meist glatter Studioproduktionen hervorzuheben, ist zwei Personen zu verdanken: Regisseur Verhoeven und Hauptdarsteller Kevin Bacon. Paul Verhoevens Inszenierung ist ungemein dynamisch und direkt. Er bleibt mit seiner Kamera (hinter der der deutsche Jost Vacano gestanden hat) stets direkt auf Sichthöhe der Hauptfiguren – inklusive des unsichtbaren Mannes, durch die eine unglaubliche Nähe zu den Geschehnissen auf der Leinwand aufgebaut wird. Zum anderen ist Kevin Bacon zu nennen, der seiner Figur eine solch bedrohliche Persönlichkeit verleiht, dass es dem Zuschauer selbst dann vor ihm fröstelt, wenn er in keiner Form zu sehen ist und man dennoch glaubt, seine Präsenz deutlich zu spüren.

Bewertung: 4 Sterne

geschrieben von: Christian Lukas

Hauptdarsteller

  • Sarah Kennedy Kim Dickens
  • Carter Abbey Greg Grunberg
  • Frank Chase Joey Slotnick
  • Janice Walton Mary Jo Randle
  • Dr. Howard Kramer William Devane
  • Linda McKay Elisabeth Shue
  • Sebastian Caine Kevin Bacon
  • Matthew Kensington Josh Brolin

Film-Crew

  • Regie Paul Verhoeven
  • Drehbuch Gary Scott Thompson
  • Drehbuch Andrew W. Marlowe
  • Musik Jerry Goldsmith