
Originaltitel: House of the Dead
USA,GB,BRD, 2003
Kinostart: unbekannt (FSK: 18)
ca. 82 Min.
Horror
Auf einer kleinen Insel irgendwo vor der Südküste der USA soll eine große Rave-Party stattfinden. Als Cynthia, Greg, Karma und Alicia, vier Collegestudentinnen- und Studenten allerdings auf der Insel eintreffen, begegnen sie statt einer Horde Ecstasy schluckender Twens einer Armee von Zombies.
„House of the Dead“ basiert auf dem gleichnamigen Sega-Ballerspiel, dessen Ziel darin besteht, möglichst viele Zombies abzuschießen. Diese Geschichte hat der deutsche Regisseur Uwe Boll de facto eins zu eins auf seinen Film übertragen. Die Kameraarbeit des ebenfalls aus Deutschland stammenden Mathias Neumann ist ein Knaller, denn er schafft es, in seinen Bildern eine Synthese aus Videogame und Spielfilm zu erschaffen, wie man sie bislang selten gesehen hat – und das in einem B-Horrorfilm! So genial der Look aber auch sein mag, so dämlich sind die Charaktere. Boll begeht den Kardinalfehler eines Slasherfilm-Regisseurs: Statt Charaktere zu erschaffen, erschafft er Figuren, die auf dem Schlachttisch eines Zombiemassakers getrost geopfert werden können, da sie so uninteressant sind, dass ihr Verschwinden eh nicht auffällt.
Es gibt eine Reihe von kurzen Interviews mit Regisseur, Hauptdarstellern, Kameramann und Produzent. Ein Making of und zwei reine Musiktracks des sehr schönen Soundtracks runden die DVD ab. Ein Bonbon: Uwe Boll, Mathias Neumann und Produzent Wolfgang Herold haben ausschließlich für den deutschen Markt einen deutschsprachigen Kommentar eingesprochen.