Originaltitel: Arang
Süd-Korea, 2006
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 93 Min.
Horror
Zwei Männer sterben, indem sie sich selbst von Innen her vergiften. Die Polizistin So-young ermittelt, dass die Männer mit zwei weiteren Freunden vor vielen Jahren offenbar ein Mädchen vergewaltigt haben. Der Fall wurde gegen eine hohe Geldzahlung vertuscht. Nach der Vergewaltigung lebte das Mädchen noch, doch nun ist es verschwunden.
Zugegeben – am Ende dreht „Haunted Village“ ab. Die Geschichte schlägt einige seltsame Kapriolen. Davon abgesehen ist „Haunted Village“ ein spannender Gruselfilm. Und das von der ersten Minute an. Im Gegensatz zu japanischen Horrorfilmen, die ihre Geschichten oft quälend langsam erzählen, um ihre Schockmomente zu zelebrieren, scheint man in Südkorea dazu überzugehen, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. „Haunted Village“ ist keine drei Minuten alt – schon bekommt man den Geist zu sehen. In voller Pracht – als wollte Regisseur Ahn Sang Hoon seinen Zuschauern zurufen: „Das ist ein Geisterfilm, ihr wisst es, ich weiß es, warum 80 Minuten auf den Geist warten?“ Dass es ihm trotz dieser Vorwegnahme eines potenziellen Höhepunktes gelingt, einen spannenden Film zu inszenieren, spricht für das Geschick des südkoreanischen Inszenators und ein gutes Drehbuch. Trotz der angesprochenen Kapriolen.
Eine Bonus-DVD mit Interviews, herausgeschnittenen Szenen, einem Musikvideo, Making-of und mehr. Insgesamt 105 Minuten Extras!