Wenn am 24.5. „Fluch der Karibik 3: Bis ans Ende der Welt“ im Kino startet, wird in Deutschland wieder das Piratenfieber umgehen und kostümierte Fans an den Kinokassen Schlange stehen. Dabei ist dieses Phänomen nicht nur auf die Filme beschränkt: Schon Fasching diesen Jahres waren Piraten die Nummer eins unter den beliebtesten Kostümen, und Piratenbekleidung hat sich zum echten Modetrend gemausert. In Amerika ist man da schon einen Schritt weiter und Hollywood ist längst zur Piratenhochburg geworden. Dies mussten SPACE VIEW-Mitarbeiter Robert Vogel und seine Assistentin Martina am eigenen Leib erfahren, wie die nachfolgenden Bilder beweisen.
Wo am Hollywood-Boulevard vor dem berühmten Chinese Theater normalerweise sich Kostümierte als Gandalf, Superman, Luke Skywalker oder Men in Black mit den Touristen fotografieren lassen, so bestimmen jetzt Piraten dort das Bild. Die Piraten-begeisterte Martina ließ sich gerne in die Mitte nehmen, staunte aber dann nicht schlecht, als sie anschließend zur Kasse gebeten wurde . Was anderes soll man von Piraten wohl auch erwarten? Selbst das Chinese Theater verblasste gegenüber der Leuchtreklame auf dem direkt gegenüber liegenden El Capitan-Kino, in dem der zweite Film Premiere hatte . Die gesamte Stadt schien von Piraten durchsetzt zu sein. Richtig heftig wurde es natürlich in Disneyland. Dort schien sich geradezu eine Klon-Fabrik für Jack Sparrows zu befinden. Der berühmte „Pirates of the Caribbean“-Ride, der als Vorlage für die Filme diente, war in der Zwischenzeit etwas modifiziert worden, und so konnte man während des Rides Captain Jack Sparrow gleich mehrmals bewundern, wie er z. B. aus einer Tonne hervorkommt oder natürlich am Ende des Rides auf seinem Thron umgeben von Tonnen von Gold sitzt. Im Hauptshop hatte man ein ganzes Stockwerk mit Requisiten , Kostümen und Produktionszeichnungen den Filmen gewidmet . Am großen See im Park unterhielt eine Piratenband ein begeistertes Publikum. Das berühmte Segelschiff COLUMBIA , das dort seine Runden fährt, war ebenfalls in Piratenhand gefallen, wie die Touristen schnell bemerkten. Der Oberpirat war der Ansicht, Martina persönlich den Piraten-Eid abnehmen zu wollen, wie er sich auszudrücken pflegte. Das wurde dann Robert aber dann doch zuviel, und so nahm er selbst die Verfolgung auf und musste schweres Geschütz auffahren, um seine Assistentin aus den Klauen der Seeräuber zu befreien.
Eine besondere Attraktion in Hollywood sind die sogenannte „Dinner-Shows“, bei denen während eines guten Essen eine richtige Show geboten wird. Wildwest-Rodeos und Ritterspiele sind dort schon lange bekannt, aber brandneu war eine (wer hätte es gedacht) Piratenshow. Zum Preis von ca. 65 $ wurde man von seinem Hotel rechtzeitig per Bus abgeholt und zur „Pirateninsel“ gebracht. Dort hatte man über eine Stunde Zeit, sich das Piratenmuseum anzuschauen, sich im Piratenshop mit Merchandise einzudecken oder an einem der beiden Bars Piraten-Cocktails auszuprobieren. Bevor die eigentliche Show begann, wurde auf einem Laufsteg bei der großen Bar die Backstory erzählt und die einzelnen Piraten vorgestellt: Der Piratenkönig entführt eine Prinzessin, und unser Held mischt sich unerkannt unter die Seeräuber, um eine günstige Gelegenheit für eine Befreiung zu suchen. Schon hier wurde munter geschossen und gefochten, was das Zeug hielt, und das war erst der Anfang. Regelrecht geschockt wurde das Publikum, als während der Schießerei die sich oben an der Wand aufgestellten Fässer lösten und herunter fielen. Gebremst wurden sie gottlob durch Netze, aber nur wenige Zentimeter über den Köpfen der Leute !
Die eigentliche Show fand in einem großen Amphitheater statt, in dessen Mitte sich ein kompletter Segler befand. Kaum waren die ersten Getränke gebracht worden, ging es los. Eigentlich kam man vor lauter Staunen kaum zum Essen. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten ließ Robert das Essen stehen, um möglichst nahe am Geschehen viele Fotos zu machen. Das „Pirate Dinner Adventure“ bot 90 Minuten nonstop eine rasante Mischung aus Action, Akrobatik, Musical und Stuntshow. Auch das Publikum wurde mit einbezogen. Die anwesenden Kinder wurden kurzerhand rekrutiert und in Uniformen englischer Marinesoldaten gesteckt, die im furiosen Finale die Piraten umzingelten und gefangen nehmen.
Die Bilder (ab hier ) können leider nur einen kleinen Eindruck von dieser atemberaubenden Show bieten, die ihr Geld mehr als nur Wert ist und sich niemand entgehen lassen sollte, der einen Urlaub in Hollywood verbringt. Nähere Infos gibt es im Internet unter www.piratesdinneradventure.com
Dies war nur ein kleiner Eindruck davon, welche Rolle Piraten mittlerweile in Hollywood spielen. Es gibt keinen Zweifel darüber, dass die FLUCH DER KARIBIK-SAGA sich zu einem Phänomen ähnlich wie STAR WARS oder HERR DER RINGE entwickelt hat, das sich ebenfalls einen Platz in der Pop-Kultur geschaffen hat. Lassen wir uns überraschen, was sich die Piraten in Zukunft noch alles einfallen lassen.,