
Originaltitel: James Bond - The World is not Enough
Großbritannien, 1999
Kinostart: 09.12.1999 (FSK: 12)
ca. 127 Min.
Action
Der dritte Einsatz von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten führt ihn nach Aserbaidschan. Auf Bitten seiner Chefin M (Dame Judy Dench) soll er sich dort um Elektra King (Sophie Marceau), die Tochter eines ermordeten britischen Öl-Tycoons, kümmern – die ganz nebenbei in der ehemaligen Sowjetrepublik den Bau einer Öl-Pipeline überwacht. Elektra ist eine Art Patenkind von M. Und ein gewisser Claude Serrault (Robert Carlyle) trachtet dieser nach dem Leben. Nur warum? Tatsächlich hat der Gangster sie entführt als sie 16 Jahre alt war und fünf Millionen Dollar von ihrem Vater erpresst. Welches Band, fragt sich Bond, wurde bei dieser Entführung zwischen den beiden geknüpft?
„Die Welt ist nicht genug“ ist ein missglückter Bond. Mit Regisseur Michael Apted („Gorky Park“) wurde bewusst ein Regisseur ausgewählt, der nicht vom Actionfilm kommt, sondern eher für charakterbezogene Thriller bekannt ist. Und genau das sollte dieser letzte Bond des Jahrtausends werden: Ein Film, in dem die Handlung über die Effekte siegt. Dafür war Apted auf jeden Fall der richtige Mann, denn dass er mit Charakteren umgehen kann, beweisen vor allem jene Szenen, in denen er Elektra auf Serrault treffen lässt. Diese Momente sind von einer solchen Intensität und knisternden Spannung, wie man sie aus Bond-Filmen kaum kennt. Die Actionszenen hingegen mögen nett inszeniert sein, sie zerstören jedoch die emotionale Wirkung des Filmes, der ohne sie ein ganz großer hätte werden können.