
Originaltitel: Last Man on Planet Earth
USA, 1999
Kinostart: unbekannt (FSK: 6)
Science Fiction
Der Film spielt rund 30 Jahre nach dem Dritten Weltkrieg, einem Krieg, der nicht mit Atomwaffen ausgetragen wurde. Vielmehr hat ein biologischer Kampfstoff den Krieg innerhalb kürzester Zeit entschieden und 97 Prozent aller Männer auf Erden sterben lassen. Das führte in den USA zur Bildung eines Staatssystems, in dem Frauen alle Macht in Händen halten - und Männer kaum mehr existieren (künstliche Befruchtung sorgt dafür, dass nur Mädchen geboren werden). Eine junge Wissenschaftlerin aber bricht nun ein Tabu und erschafft Adam (Paul Francis), der innerhalb von 60 Tagen zum erwachsenen Mann heranreift. Sein Auftauchen in der Öffentlichkeit bringt das FBI auf den Plan. Allein die Tatsache, dass Adam ein Mann ist, ist eine Straftat. Und Adam, der das Gemüt eines Kindes hat, versteht nicht, warum er in einem Bordell untertauchen muss, in dem einige Männer als Sex-Spielzeuge weiterleben dürfen.
Die beiden "Star Trek"-Recken Les Landau und Kenneth Biller haben diesen äußerst unterhaltsamen SciFi-Film erschaffen, ohne dabei einen kritischen Unterton zu vergessen.
"Last Man on Planet Earth" ist mehr als nur ein Actionfilm über einen Mann auf der Flucht. Es ist eine Parabel auf totalitäre Systeme, über totale Überwachung, Vorurteile und die Geilheit der Medien auf Sensationen, für die Wahrheiten hin und wieder auch verbogen werden müssen.