Originaltitel: The Legend of Lucy Keyes
USA, 2005
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 93 Min.
Horror
Vor 250 Jahren verschwand in einem kleinen Städtchen an der amerikanischen Ostküste ein kleines Mädchen namens Lucy Keyes. Der Legende nach hat ihre Mutter die Suche nach ihr nie aufgegeben. Bis zum heutigen Tag. Guy und Jeanne Cooley ziehen aus der Großstadt ins beschauliche Princeton, wo Guy als Ingenieur Windräder bauen soll. Ihr Haus ist das der Keyes. Und die Cooleys haben zwei Töchter: Molly und – Lucy.
Wenn ein Kritiker schreibt, ein Film habe eine „einnehmende Atmosphäre“, dann meint er damit, er weiß, dass der Film nicht gut ist – aber er möchte ihn gut finden. „The Legend of Lucy Keyes“ hat nämlich tatsächlich eine sehr einnehmende Atmosphäre. Der Spielort, die tragische Geschichte der Familie Keyes, das Drama der Familie Cooley, die gleichfalls einen tragischen Verlust ertragen muss. Leider hat der Film ein klitzekleines Problem: Er ist 62 Minuten lang überhaupt nicht spannend. Es wird viel geredet, es werden Geheimnisse angesprochen – das alles aber ist nicht gruselig, unheimlich oder gar mitreißend. Es ist eigentlich ziemlich langweilig. Dem steht ein dramatisch-spannender und wirklich unheimlicher Showdown gegenüber, der belegt, dass in der Geschichte weitaus mehr Potenzial steckt als letztlich auf den Bildschirm gebannt wurde.
Angeblich beruht die Geschichte auf einer wahren Begebenheit. Heißt es auch im Regiekommentar. Darüber hinaus gibt es 21 Minuten Extras.