Space-View Filmguide: Mutant Aliens

Mutant Aliens

Mutant Aliens

Fakten

Originaltitel: Mutant Aliens
USA, 2001
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 78 Min.

Genre

Science Fiction

Amazon

Kurzübersicht

Die Handlung berichtet von Earl Jensen, einem US-Astronauten, der im All verloren geht, 20 Jahre später jedoch in Begleitung menschenfressender Aliens auf die Erde zurückkehrt, wo er Rache an Dr. Frubar nehmen will, einem Wissenschaftler, der ihn aus Profitgier im All krepieren lassen wollte. Nebenher erzählt der Film von Jensens Tochter, die Astronomin geworden ist und die Raumkapsel ihres Vaters beim Wiedereintritt in die Erdumlaufbahn sogar entdeckt.

Review

„Mutant Aliens“ ist Liebhaber-Kino. Der Zeichentrickstil ist gewöhnungsbedürftig, die Geschichte ist eher auf dem Niveau eines satirischen Comicstrips denn ernst zu nehmender Sci-Fi.
Die Bilder sind eine Kritik an der apolitischen amerikanischen Gesellschaft, die sich ihre Realität vom Fernsehen bestimmen lässt (Fernsehmacher werden in diesem Film ausschließlich als debile Vollidioten dargestellt). „Mutant Aliens“ ist darüber hinaus eine Kritik am puritanischen Sexualverhalten der Amerikaner. Genau in diesem Punkt aber übertreibt es Regisseur Plympton. Kaum eine Szene vergeht ohne sexuelle Anzüglichkeiten oder Anspielungen. Doch was für Amerikaner tatsächlich noch gewagt wirken mag, entlockt deutschen Zuschauern kaum mehr als ein müdes Schulterzucken (der Film ist hier zu Lande frei ab 16).
Plympton, ein Weggefährte von „The Simpsons“-Erfinder Matt Groening, versucht sich an Gesellschaftskritik im Rahmen eines Sci-Fi-Zeichentrickfilmes, aber er findet letztendlich keinen durchgängigen Handlungsfaden. Zu episodenhaft wirkt das, was er hier erschaffen hat. Die Provokationen fallen darüber hinaus zu mild aus. Wer Plympton mag, wird mit dieser Beurteilung nicht einverstanden sein, doch dem Kritiker hat es nicht gefallen.

Bewertung: 1 Sterne

geschrieben von: Christian Lukas

DVD-Besprechung

Wie bei allen Anolis-Entertainment-Titeln haben sich die Macher der deutschen DVD Mühe gegeben. Das Extra schlechthin dürfte in diesem Fall ein sehr ausführliches Interview mit Bill Plympton sein. Ein etwas älterer Kurzfilm mit dem Titel „Eat“ gehört ebenso zum Bonusmaterial wie ein Musikvideo zum Film. Dieser wurde im Tonformat DD 5.1 (deutsch & englisch) abgemischt, das Originalkinoformat (1:1,78) wurde für die DVD-Auswertung beibehalten.

Film-Crew

  • Regie Bill Plympton
  • Drehbuch Bill Plympton