
Originaltitel: The Mothman Prophecies
USA, 2002
Kinostart: 25.04.2002 (FSK: 12)
ca. 119 Min.
Mystery
John Klein (Richard Gere) gehört zur Top-Riege der amerikanischen Journalisten. Seine Gesprächspartner sind Präsidenten und Premierminister. Er hat eine wunderschöne Frau, er ist beliebt. Doch eines Abends zerstört ein Autounfall dieses Leben. Während John mit ein paar Kratzern davonkommt, stirbt seine Frau im Krankenhaus. Bevor sie jedoch stirbt, zeichnet sich mit letzter Kraft ein Bild. Es zeigt einen großen Mann mit Flügeln. Ein Engel aber ist dieser Mann definitiv nicht.
Zwei Jahre später: John lebt nur noch für seinen Beruf. Er ist alles, was ihm geblieben ist. Eines Tages erhält er den Auftrag, einen möglichen Präsidentschaftskandidaten zu sprechen. Doch auf dem Weg zum Termin verfährt sich John und landet in Point Pleasant, einem verschlafenen Städtchen in Virginia. Hier geschehen gar eigenartige Dinge. In Point Pleasant soll angeblich ein Mottenmann umgehen. Ist John von dieser Geschichte zunächst amüsiert, ändert sich dies schlagartig, als er eine Zeichnung dieses Wesens sieht. Die gleiche Zeichnung hat er schon einmal gesehen. Vor zwei Jahren, am Totenbett seiner Ehefrau!
„The Mothman Prophecies“ ist ein faszinierender Film, der geschickt von Minute zu Minute die Spannung steigert. Die Geschichte eines Mottenmannes mag auf den ersten Blick etwas, sagen wir, bizarr wirken, sie ist es aber nicht, wenn man den Film als Gesamtwerk betrachtet.
Geschickt lenkt Regisseur Pellington den Blick des Zuschauers. Zunächst geht es nur um eigenartige Sichtungen, nach und nach aber wird klar, dass dieses Wesen nicht zufällig in Point Pleasant aufgetaucht ist. Der Mottenmann scheint vielmehr eine Art Unglücksbote zu sein. Doch welches Unglück mag er verkünden?
„The Mothman Prophecies“ ist eine Mischung aus „Akte X” und „Twin Peaks” mit einem Schuss Starkino. Dabei basiert die Geschichte auf einer angeblich wahren Begebenheit, die der US-Autor John Keel bereits vor 27 Jahren in seinem Sachbuch „The Mothman Prophecies“ (Heyne Verlag, München 2002) beschrieben hat. Keine Frage: Dieser Film ist ein Muss für alle Mystery-Fans.