Originaltitel: Spy Kids 3-D: Game Over
USA, 2003
Kinostart: 05.02.2004 (FSK: 6)
ca. 84 Min.
Komödie, Science Fiction
Mit Hilfe eines Computerspiels versucht der Toymaker (Stallone) die Spieler in die Cyberzone zu locken. Die Spieler, das sind vor allem Kinder. Daher erhält Junioragent Juni (Sabara) vom amerikanischen Präsidenten (Clooney) den Auftrag, in die Cyberzone zu gehen und den Toymaker auszuschalten. Und die Zeit drängt, denn längst ist Junis Schwester in der Cyberzone gefangen. Hilfe erhält der Junge von seinem an den Rollstuhl gefesselten Großvater (Montalban), der in der Cyberwelt zu einem Superhelden mutiert. Was Juni nicht ahnt: Der Toymaker hat mit seinem Großvater noch eine offene Rechnung zu begleichen.
„Mission 3-D“ ist der schwächste der drei „Spy Kids“-Filme. Vor allem nach dem zweiten Teil, dessen Gag-Sequenz manch eine reine Komödie alt aussehen ließ, ist der Rückschritt leider unübersehbar. Zwar bietet auch der dritte Teil viel Humor, doch er verlässt sich zu sehr auf seine atemberaubenden Effekte. Fast der gesamte Film ist tatsächlich im 3-D-Verfahren entstanden – und wie keinem anderen Autor und Regisseur zuvor ist es Multitalent Robert Rodriguez gelungen, tatsächlich die Atmosphäre eines Videogames adäquat auf die Leinwand zu bannen. Aber dennoch gerät der Film immer wieder aus dem Tritt, weil es ihm an Interaktion fehlt. Abgesehen von Stallone und Montalban, denen Rodriguez einige wunderbare Schauspielermomente gönnt, dürfen die Figuren vor allem auf Effekte reagieren. So bleibt der Film, im Gegensatz zu seinen beiden großartigen Vorgängern, kühl.
Die Doppel-DVD ist fett. Ein Knaller ist Robert Rodriguez’ Filmschule, eine Doku, die erklärt, wie man mit billigsten Effekten einen Film aufpeppen kann. Natürlich gibt es ein Making of, ein Pop-Konzert von Hauptdarstellerin Alexa Vega, ein Spiel, einen ausführlichen Audiokommentar vom Regisseur – und eine 2-D-Version des Spielfilms. Es liegen für die 3-D-Fassung Brillen bereit, wer aber mit 3-D zum Beispiel auf Grund einer Augenfehlstellung Probleme bekommt, braucht keine Kopfschmerzen beim Anschauen zu bekommen, sondern kann den Film in der „Mattscheibenfassung“ schauen.