Originaltitel: Meet the Spartans
USA, 2008
Kinostart: 28.02.2008 (FSK: unbekannt)
ca. 83 Min.
Komödie
Der heroische Leonidas, angetan mit nichts außer lederner Unterwäsche und einem Cape, führt 13 – in Worten dreizehn! – tapfere Spartaner in den Krieg gegen die persischen Invasoren. Die haben in ihren Reihen den „Ghost Rider“, Rocky Balboa, die „Transformers“ sowie eine Paris Hilton mit Buckel ... Eine große Herausforderung für die Spartaner, die nichts fürchten – außer dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Oder waren das die Gallier?
Was hat die Filmemacher nur dazu veranlasst, Zack Snyders Kinofest, die testosterongeschwängerte Frank-Miller-Verfilmung „300“, zum Ziel ihres Spottes zu machen? „Uns gefiel die Brutalität des Films und besonders die lederne Unterwäsche“, erzählt Regisseur Friedman. „Die Figuren sind alle extreme Machos, und auch an homoerotischen Untertönen mangelt es nicht. Diese Themen gefielen uns, und wir finden, dass sie sich geradezu für eine Parodie aufdrängen.“ Naja, wer’s braucht … Der vierhundertdreiundsiebzigste Versuch, den Humor der guten alten „Nackte Kanone“- und „Hot Shots“-Filme ins Kino der Gegenwart zu transportieren, wird sicherlich seine Fans finden. Und eine halbe Stunde nach dem Kinobesuch schon wieder vergessen sein.
Der Film wurde von den bekennenden Filmparodisten Jason Friedberg und Aaron Seltzer in Szene gesetzt. Nachdem sie das Gruselgenre („Scary Movie“, 2000), romantische Komödien („Date Movie“, 2006) und die Hollywood-Blockbuster („Fantastic Movie“, 2007) durch den Kakao gezogen haben, nehmen sie Speer-und-Sandalen-Epen à la „300“ („300“, 2006) sowie andere Produkte der Popkultur ins Visier. In „Meine Frau, die Spartaner und ich“ machen sich Friedberg und Seltzer über die visuelle Welt von „300“ lustig. Dabei gönnen sie sich auch den Blick in andere Genres und machen sich über Blockbuster wie „Transformers“, „Shrek – Der tollkühne Held“, „Casino Royale“ sowie die Reality-Shows „American Idol“, „Dancing with the Stars“, „America’s Next Top Model“ und „Deal or No Deal“, „Grand Theft Auto“ und Berühmtheiten wie Hilton, Lohan, Spears, Donald Trump, Dr. Phil, Tom Cruise, J-Lo oder „Brangelina“ lustig. Maguire nahm sich bei seinem Spiel sehr zurück. „Wir haben den Film gemacht, weil wir ‚300’ mochten“, beschwichtigte der Darsteller die Fans in der Presse. „Obwohl es so aussehen mag, als ob wir uns nur über Zack Snyders Werk und dessen Figuren lustig machen, gefiel uns seine Arbeit wirklich. Außerdem hat es Spaß gemacht, die besonderen Momente von ‚300’ wiederzubeleben und gleichzeitig etwas ganz Eigenes zu kreieren.“ Die Rolle des Leonidas sei auch physisch eine Herausforderung, er musste körperlich in bester Form sein. Und auch fit aussehen. „Ich hatte drei Wochen Zeit, mir sieben Kilo Muskeln anzutrainieren“, erinnerte sich Sean. „Ich trainierte zweimal täglich. Ich hatte einen Fitnesstrainer und einen Ernährungsberater – und so gut wie kein Privatleben und keinen Spaß mehr.“