Originaltitel: Nine Lives
Großbritannien, 2002
Kinostart: direct-to-video (FSK: 16)
ca. 82 Min.
Horror
Um den 21. Geburtstag ihres Freundes zu feiern, versammeln sich neun Schulfreunde in einem alten Herrenhaus in Schottland. In der Bibliothek entdecken sie ein mysteriöses Buch, das einst dem schottischen Patrioten Murray gehörte, der sich geweigert hatte, den Engländern seinen Besitz zu überlassen und der zur Strafe sein Augenlicht verlor. Als ein Schneesturm aufkommt und der Kontakt zur Außenwelt abbricht, gesellt sich der Geist Murrays zu den Feiernden. Er benutzt die Körper der Freunde, um einen nach dem anderen ins Jenseits zu befördern.
Man stelle sich vor, man würde einen recht großen Ensemble-Horrorfilm ausschließlich mit Darstellern von Seifenopern à la „GZSZ“ drehen, dann weiß der Zuschauer, was er von den Darstellern dieses Filmes zu erwarten hat. Einige mühen sich ganz redlich, andere aber werden wohl keine allzu große Karriere machen. Na ja, und dann gibt es da noch Paris Hilton, die ebenfalls in „Nine Lives“ eine Hauptrolle spielt. Das sind nicht gerade allzu rosige Aussichten für einen gelungenen DVD-Abend. Aber: Wer bereit ist, sich auf die durchaus vorhersehbare Geschichte einzulassen und auch Dialoge im Seifenoper-Format erträgt, wird mit einigen wirklich gelungenen Schock- und Spannungsmomenten entschädigt.