
Originaltitel: Stranded - Naufragos a.k.a. The Shelter
Spanien, 2002
Kinostart: unbekannt (FSK: 12)
ca. 95 Min.
Science Fiction
Die erste bemannte Marsmission entwickelt sich zu einem Desaster, als die Bremssysteme der Landekapsel versagen. Der Captain stirbt, ein Leck am Sauerstofftank macht das Überleben der fünf verbleibenden Astronauten bis zum Eintreffen der zweiten Mission in 26 Monaten unmöglich. Höchstens zwei können überleben. So machen sich drei Raumfahrer zu Fuß auf den Weg in ein Tal, wo sie auf ein Wunder hoffen.
An Mars-Filmen haben sich schon die Amerikaner die Finger verbrannt. „Red Planet“, „Mission to Mars“, „Ghosts Of Mars” – alle Filme floppten an den Kassen erbärmlich – und keiner zu Unrecht! Auch „Náufragos“ ist kein Hit. Obwohl mit wissenschaftlicher Acouratesse in Szene gesetzt, bleibt der Film unnahbar und kühl. Vor allem aber verschenkt er sein inneres Konfliktpotenzial: Wenn fünf Menschen sich in einem Raum befinden, der nur zweien auf lange Sicht das Überleben ermöglicht, ist es kaum anzunehmen, dass sich die drei „Überflüssigen“ so bereitwillig und nett ihrem Schicksal ergeben, wie „Náufragos“ das zeigt. Obwohl es sich bei diesem Film auf Grund der engen Räumlichkeiten – streng genommen – um ein Kammerspiel und Personendrama handelt, bleiben die Figuren seltsam eindimensional.