
Originaltitel: My Favorite Martian
USA, 1998
Kinostart: 20.05.1999 (FSK: 6)
ca. 93 Min.
Komödie, Science Fiction
Ursprünglich ist "Mein Onkel vom Mars" eine typische Sitcom der 60er Jahre. Klein, sauber, nett. Ein Marsianer strandet auf der Erde und findet Unterschlupf bei einem amerikanischen Mittelstandsbürger, woraus sich natürlich eine Reihe eigenwilliger Verwicklung ergeben. Diese Geschichte dient nun, über 30 Jahren nach der letzten Episode, als Vorlage für einen Film, in dem Christopher Lloyd („Zurück in die Zukunft") die Rolle des Marsianers übernimmt, der in das Leben des harmlosen, gerade arbeitslos gewordenen Reporter Tim O'Hara (Jeff Daniels) platzt und es gewaltig durcheinander bringt. Die Aliens mögen hochintelligent sein und die Fähigkeit besitzen, jedwedes Aussehen anzunehmen, doch ihr Lieblingszeitvertreib scheint darin zu bestehen, andere Planeten zu besuchen und sich über die dortige Kultur lustig zu machen. Offenbar ist es auch genau das, was Onkel Martin (Lloyd) auf die Erde treibt, wo er jedoch einen Unfall hat und strandet. Sein Auftauchen gibt Tim nun die Chance, seinen Stellung als Reporter bei einem lokalen TV-Sender zurückzuerhalten, doch er hat ein für einen amerikanischen TV-Reporter großes Problem: Er ist zu nett. Statt eine Geschichte über Onkel Martin (Martin ist eine Abwandlung des Wortes Martian = Marsianer) zu machen, entschließt er sich, dem durchgedrehten, aber sympathischen Außerirdischen zu helfen, auf seine Heimatwelt zurückzukehren. „Mein Onkel vom Mars" ist wie sein TV-Vorbild - nett. Es ist ein Film, der niemanden weh tut, er ist witzig, temporeich inszeniert, passabel gespielt, und er wartet immer wieder mit sehr netten Querverbindungen zu anderen TV-Serien auf. So garantiert der Film 90 Minuten anspruchslose, aber äußerst angenehme Unterhaltung. Und das ist schließlich auch etwas wert.