
Originaltitel: Ringu
Japan, 1998
Kinostart: unbekannt (FSK: 16)
ca. 96 Min.
Horror
Die Journalistin Reiko (Nanako Matsushima) interessiert sich für urbane Legenden. So erfährt sie von einem Videoband. Schaut man sich dieses an, soll nach dem Ende des kurzen, surrealistischen Filmchens das Telefon klingeln und eine Stimme kündigt dem Zuschauer an, nur noch sieben Tage zu leben zu haben. Natürlich glaubt Reiko von dieser Geschichte kein Wort, dennoch wird sie neugierig – und es gelingt ihr sogar, das tatsächlich existierende Videoband aufzutreiben. Sie schaut sich den Film an – und das Telefon klingelt. Dies ist der Moment, in dem Reiko das Lachen vergeht, denn eine Stimme kündigt ihr an, in sieben Tagen sterben zu müssen.
„Ring“ ist jener Film, auf dem der gleichnamige, amerikanische Horrorfilm basiert, der vor kurzem erfolgreich in den deutschen Kinos zu sehen gewesen ist. Dabei sind beide Filme visuell so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Ist die US-Fassung ein Rausch von farbentleerten Bildern, eine beeindruckende Komposition, ist die japanische Verfilmung eher ein simpel inszenierter Spielfilm. Will heißen: Die Kamera wackelt nicht und das Bild ist ordentlich ausgeleuchtet. Aber genau das macht die japanische Fassung gegenüber der US-Version überlegen. Der Schrecken wird weitaus realistischer fassbar, eben weil die wenigen Spezial-Effekte umso überraschender eingesetzt werden. Vor allem das Ende (es soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden) – macht richtig Angst, „Ring“ (= „Ringu“) ist der Beweis dafür, dass weniger manchmal mehr sein kann.